Keine Freibad-Privatisierung: Oberbürgermeister scheitert erneut mit ÖPP-Plänen

Zur Ablehnung der OB-Vorlage zur Einleitung der Freibäder-Privatisierung [1] in der gestrigen Sitzung des Stadtrats erklärt Dr. Michael Faber, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion:

Keine Freibad-Privatisierung: Oberbürgermeister scheitert erneut mit ÖPP-Plänen

Die Linksfraktion begrüßt die gestrige Ratsentscheidung, den Vorschlag von Oberbürgermeister Sridharan zur Suche privater Betreiber für die Freibäder zu verwerfen. Der Oberbürgermeister ist damit zum wiederholten Mal mit Privatisierungsplänen gescheitert. Dies war hier auch dringend geboten: Die Verwaltung konnte im Vorfeld schließlich nicht begründen, wie der Verlustbetrieb Freibäder von einem Investor bei gleichzeitigen Einsparungen für die Stadt wirtschaftlich betrieben werden sollte. Einsparungen auf Kosten von Besucherinnen und Besuchern sowie den betroffenen Beschäftigten wären dann die naheliegende und falsche Folge gewesen. Zudem ließ die Stadt Transparenz darüber vermissen, mit welchen potenziellen Investoren und mit welchen Inhalten offenbar bereits seit Monaten Gespräche in dieser Sache hinter den Kulissen geführt wurden. Nicht zuletzt hatten sogar die eigenen städtischen Berater in Bäderfragen den Betrieb der Freibäder über ein Modell öffentlich-privater Partnerschaften (ÖPP) als unrealistische Option bezeichnet. [2] 

Frankenbad – Dachsanierung darf nicht aufgeschoben werden

In einer Vorlage für den Bürgerausschuss am Donnerstag erklärt die Verwaltung, dass die geplante Dachsanierung des Frankenbades verschoben werden soll, bis eine Folgenutzung beschlossen ist.[1] Hierzu erklärt Tobias Haßdenteufel, sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion:

Frankenbad: Dachsanierung darf nicht aufgeschoben werden

Für uns als Linksfraktion ist jede weitere Verzögerung bei der Dachsanierung des Frankenbades, die eigentlich schon 2016 stattfinden sollte, nicht hinnehmbar. Die Jamaika-Koalition hat in ihren Beschlüssen zur Neuordnung der Bäderlandschaft versprochen, das Baudenkmal Frankenbad so weit wie möglich zu erhalten. Wenn Stadt und Politik nun die Dachsanierung auf unbestimmte Zeit verschieben wollen, kommen an diesem Versprechen starke Zweifel auf.

Öffnungszeiten der Freibäder in Bonn

Die Freibadsaison der Bonner Freibäder Ennertbad, Friesi, Hardtbergbad, Melbbad, Panoramabad und Römerbad ist eröffnet. Nachfolgend findest Du die Öffnungszeiten der Bäder.
Bitte beachte auch folgenden Hinweis: Stadt Bonn informiert: Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich

Stadt informiert mit Piktogramm: Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich

Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich
Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich – Linktipp: Öffnungszeiten der Bonner Freibäder

Da ab Mitte der Woche sommerliche Temperaturen vorhergesagt werden, macht die Stadt darauf aufmerksam, dass Baden im Rhein lebensgefährlich ist. Die Rheinkribben sind keine Planschbecken. Die Sogwirkung, die das Wasser auch dort durch vorbeifahrende Schiffe entfaltet, ist selbst für geübte Schwimmer schwer einzuschätzen. Seit Sommer 2016 sind die Hinweisschilder am Rheinufer zusätzlich mit einem Piktogramm versehen.

Die Stadt Bonn warnt vor den Gefahren und weist mit insgesamt 13 großformatigen Schildern darauf hin: „Baden im Rhein ist lebensgefährlich!“. Dies liest man am Beueler, Bonner und Bad Godesberger Rheinufer: „Schwimmen Sie nicht im Rhein, auch wenn es noch so verlockend ist. Achten Sie auf Ihre Kinder, damit der ‚Strandurlaub‘ am Rhein nicht mit einer Tragödie endet. Denken Sie daran, dass die von Schiffen erzeugten Wellen eine starke Sogwirkung haben können.“ Zusätzlich zeigt ein Piktogramm mit einem durchgestrichenen Schwimmer an, dass vom Baden und Schwimmen im Rhein abgeraten wird.