Schlagwort-Archive: UNO-Flüchtlingshilfe

Somalia: Bewaffnete Konflikte und Auswirkungen des Klimawandels verschärfen Fluchtbewegungen

Ob extreme Wetterlagen oder die Verteilung immer knapper werdender, lebenswichtiger Ressourcen wie Wasser: Der Klimawandel bedroht die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen. Kommen wie in Somalia jahrelange bewaffnete Konflikte hinzu, steigt die Zahl der flüchtenden Menschen dramatisch an. Die UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), geht daher davon aus, dass neben Krieg und Verfolgung die Auswirkungen des Klimawandels, zunehmende Naturkatastrophen und Umweltzerstörung die Fluchtbewegungen weltweit verstärken werden. Schon jetzt gehören in Somalia ausgeprägte Dürreperioden zur Normalität: Mehr als 300.000 Menschen wurden in diesem Jahr bereits durch Dürre und immer wieder aufflammende Konflikte vertrieben. In anderen Regionen des Landes verschärfen dagegen Überschwemmungen die Situation: So mussten deswegen in den letzten zwei Wochen mehr als 200.000 ihre Häuser verlassen. Insgesamt sind 2,6 Millionen Menschen in Somalia auf der Flucht.

„Wir erleben in Ländern wie Somalia eine fatale Wechselwirkung von bewaffneten Konflikten und den Auswirkungen der Klimakrise. Immer mehr Menschen kämpfen in der Folge um immer weniger Ressourcen. Wir müssen daher den Menschen unmittelbar in ihrer Not helfen und gleichzeitig langfristige Projekte initiieren, um die Folgen des Klimawandels aufzufangen, „, kommentiert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe. Somalia: Bewaffnete Konflikte und Auswirkungen des Klimawandels verschärfen Fluchtbewegungen weiterlesen

Neue Eskalation in Syrien: Humanitäre Hilfe drastisch unterfinanziert

Die neuen Kämpfe in Syrien forderten bereits Todesopfer und zwingen Tausende zur Flucht. Die UNO-Flüchtlingshilfe, der nationale Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), befürchtet, dass die Lage weiter eskaliert und betont, dass die humanitäre Hilfe vor Ort dramatisch unterfinanziert ist: Nur rund ein Drittel der benötigten Mittel stehen zur Verfügung, um die Menschen vor Ort mit den notwendigsten Hilfsgütern zu versorgen. Nach acht Jahren Krieg leben bereits über 80 Prozent der Syrer unter der Armutsgrenze.

„Jetzt helfen keine neuen Superlative, die die dramatische Lage in Syrien beschreiben, es braucht dringend finanzielle Unterstützung. Wir dürfen die Zivilbevölkerung Syriens nicht im Stich lassen“, appelliert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe. Und weiter: „Fast zwölf Millionen Menschen in Syrien brauchen Hilfe – eine unvorstellbare Zahl. Davor dürfen wir unsere Augen nicht verschließen.“ Neue Eskalation in Syrien: Humanitäre Hilfe drastisch unterfinanziert weiterlesen

Vergessene Krisen – Humanitäre Not unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Seit Juni 2019 wurden in der Demokratischen Republik (DR) Kongo mehr als 300.000 Menschen vertrieben, hinzu kommt die Gefahr des Ebola-Virus. Und jetzt im August nähert sich der zweite Jahrestag der Flucht von fast einer Million Rohingya aus Myanmar nach Bangladesch. Die UNO-Flüchtlingshilfe, der nationale Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), erinnert angesichts dieser Nachrichten an sogenannte „Vergessene Krisen“. Meist sind es lang andauernde Konflikte mit großem humanitären Bedarf und enormen Flüchtlingsbewegungen, wie etwa in der DR Kongo, im Südsudan, Jemen oder in Bangladesch. Sie sind geprägt von fehlender öffentlicher Aufmerksamkeit und geringem medialen Interesse. Daraus resultiert oft ein Mangel an Hilfsgütern und Spenden. Die Krisen und Hintergründe dazu sind zudem meist komplex. Ein Ende ist nicht in Sicht. Der UNHCR ist bei allen Krisen vor Ort, um Flüchtlingen zu helfen: Neben Nothilfeeinsätzen, wie der akuten Trinkwasser- und medizinischen Versorgung, geht es auch um die Registrierung von Flüchtlingen. So bekommen sie Zugang zu Lebensmitteln und Gesundheitsversorgung, Bildung und Arbeit. Vergessene Krisen – Humanitäre Not unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiterlesen

Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz. Jeder Schritt zählt. Kampagne der UNO-Flüchtlingshilfe

Steigende Temperaturen locken derzeit wieder mehr Jogger, Radfahrer und Spaziergänger auf die Straßen, in Parks und die Natur. Viele Tausend Kilometer kommen dabei zusammen. Mit der Kampagne „Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz. Jeder Schritt zählt.“ der UNO-Flüchtlingshilfe kann man mit diesen Kilometern jetzt nicht nur sich selbst etwas Gutes tun, sondern auch Solidarität mit den mehr als 68 Millionen Flüchtlingen weltweit zeigen. Hollywoodschauspieler und UNHCR-Sonderbotschafter Ben Stiller unterstützt die Kampagne ebenso wie das belgische Fußball-Nationalteam und die Bundesliga-Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen Die gelaufenen Kilometer der „Werkself“ bis zum Saisonende tragen mit dazu bei, dass die zwei Milliarden Kilometer ein weltweites, starkes Signal der Solidarität mit Menschen auf der Flucht geben.

Die Zahl ist unvorstellbar groß: 68,8 Millionen Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Asylsuchende sind weltweit unterwegs, um an einem sicheren Ort Schutz vor Krieg, Gewalt und Verfolgung zu finden. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat errechnet, dass Geflüchtete jährlich insgesamt etwa zwei Milliarden Kilometer zurücklegen, ehe sie in Sicherheit sind. So reisten syrische Flüchtlinge 2016 im Schnitt mehr als 240 Kilometer bis in die Türkei. Südsudanesische Flüchtlinge legten mehr als 640 Kilometer zurück, um Kenia zu erreichen, und Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar mussten etwa 80 Kilometer bis nach Bangladesch bewältigen. Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz. Jeder Schritt zählt. Kampagne der UNO-Flüchtlingshilfe weiterlesen

UNO-Flüchtlingshilfe: Gewalt gegen Flüchtlingsfrauen

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen (25.11.) weist die UNO-Flüchtlingshilfe auf die besonderen Gefahren für Flüchtlingsfrauen hin. Mindestens 50 Prozent aller Flüchtlinge sind Frauen und Mädchen. Frauen fliehen, wie Männer auch, wegen Unterdrückung und Verfolgung aus politischen und religiösen Gründen. Aber auch Witwenverbrennungen, genitale Verstümmelung oder Vergewaltigungen sind weitere Gründe, die explizit Frauen zur Flucht zwingen. Angst bleibt dann auch während der Flucht allgegenwärtig: vor Gewalt und sexuellen Übergriffen, Hunger und Krankheit, dem Verlust von Angehörigen und einer ungewissen Zukunft. Der UNHCR, dessen nationaler Partner die UNO-Flüchtlingshilfe ist, setzt sich dafür ein, die Gefahrenquellen so gut wie möglich zu reduzieren und die Frauen bestmöglich zu schützen und zu versorgen. UNO-Flüchtlingshilfe: Gewalt gegen Flüchtlingsfrauen weiterlesen