Zeitfenster im März: 175. Todestag von August Wilhelm von Schlegel

Das Zeitfenster des Stadtarchivs zeigt im März ein Porträt von August Wilhelm von Schlegel. Der Todestag von einem der ersten Bonner Universitätsrektoren jährt sich in diesem Jahr zum 175. Mal.

August Wilhelm von Schlegel, geboren am 8. September 1767 in Hannover, ist der berühmteste Gründungsprofessor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und gilt als einer der wichtigsten deutschen Romantiker. Schlegel steht für die literarisch-poetische Vermittlung zwischen den Kulturen, wofür seine Shakespeare-Übersetzungen das berühmteste Beispiel sind. Von 1819 an lebte er in der heutigen Bundesstadt und wurde hier nicht nur einer der ersten Universitätsrektoren und erster deutscher Lehrstuhlinhaber für Indologie, sondern trug auch entscheidend zur Entstehung der Romanistik und der Begründung der Komparatistik, also der vergleichenden Sprachwissenschaft, bei. Nach seinem Tod am 12. Mai 1845 wurde er auf dem Alten Friedhof begraben.

Bonn als Kongressstadt im Zeitfenster September

Das Zeitfenster des Stadtarchivs im September stellt Bonn als Kongressstadt mit der „Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte“ im Jahr 1857 vor.

Beim Ordnen einer Sammlung von Kleindrucken im Stadtarchiv wurde ein dünnes Heft mit dem Titel „Mooslob“ entdeckt. Dieses enthält ein Gedicht von Dr. Karl Friedrich Schimper. Es beschreibt verschiedene Moosarten, und enthält einen Anhang mit wissenschaftlichen Bemerkungen und dem Hinweis, dass der Autor darüber auf einer Naturforschertagung (18. bis 24. September 1857) in Bonn berichtet hat.

Bonn ist schon lange eine wichtige Kongressstadt

Davon zeugen die Bestände der Stadthistorischen Bibliothek mit einer reichen Sammlung von Kongressberichten und Kongressprogrammen. So wurde Bonn 1857 Veranstaltungsort für die seit 1822 jährlich stattfindende „Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte“.