Bonn/Troisdorf: Gemeinsame Presseerklärung von Bonner Polizei und Staatsanwaltschaft – Ermittlungen nach Körperverletzungsdelikt in Troisdorfer Supermarkt dauern an

Die Bonner Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter nach einer Auseinandersetzung in einem Troisdorfer Supermarkt, bei der am Samstag (09.05.2020) zwei Polizisten verletzt wurden (siehe dazu auch die Pressemeldung der Polizei des Rhein-Sieg-Kreises vom 10.05.2020:). Am Mittwoch (13.05.2020) wurden die Wohnung des 35-jährigen Tatverdächtigen in der Bonner Nordstadt sowie zwei Wohnungen eines Troisdorfer Mehrfamilienhauses durchsucht. Dabei handelt es sich um die Wohnung des 37-jährigen Tatverdächtigen sowie die einer 30-Jährigen. Sie soll die beiden Tatverdächtigen am Samstag im Supermarkt begleitet haben.

Bei den Durchsuchungen, bei denen neben Beamten der Staatsanwaltschaft und der Kriminalinspektion Polizeilicher Staatsschutz der Bonner Polizei auch Beamte einer Kölner Bereitschaftspolizeihundertschaft beteiligt waren, wurden beide Tatverdächtige zunächst nicht angetroffen. Der 35-Jährige, in Bonn amtlich gemeldete Mann erschien jedoch während der Maßnahmen an dem Mehrfamilienhaus in Troisdorf. Bei ihm fanden die Beamten ein Klappmesser. In seinem Auto wurde eine „GoPro“-Kamera gefunden und beschlagnahmt. Er wurde dann zur Durchführung weiterer Maßnahmen nach Siegburg gebracht und nach deren Abschluss wieder entlassen. Wie sich herausstellte, ist der 35-Jährige nach bisherigen Feststellungen derzeit in der Wohnung der 30-Jährigen aufhältig. Dort beschlagnahmten die Beamten neben mehreren Computern und Speichermedien auch einige Ausweisdokumente sowie eine Machete und einen Baseballschläger.

Der 37-jährige Tatverdächtige, der sich anwaltlich vertreten lässt, erschien am Donnerstagmittag bei der Polizeiwache Troisdorf. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er von dort wieder entlassen.

Die Auswertung der Speichermedien sowie die weiteren Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung sowie tätlichem Angriff auf Polizeibeamte dauern derzeit noch an.