Corona-Inzidenzwert für Bonn sinkt unter die 50er Marke | Regelungen für die Inzidenzstufe 50-35 | Übertragung der Fußball EM-Spiele in Bonn

Corona-Inzidenzwert für Bonn sinkt unter die 50er Marke

Der Corona-Inzidenzwert für Bonn ist unter die 50er Grenze gesunken. Am Mittwoch, 9. Juni 2021, liegt er bei 46,7 bezogen auf 100.000 Einwohner*innen. In den vergangenen sieben Tagen sind 154 Neuinfektionen aufgetreten.

Gemäß aktueller Coronaschutzverordnung des Landes erfolgt die Zuordnung zu einer niedrigeren Inzidenzstufe (in diesem Fall die Inzidenzstufe 2 mit einer 7-Tage-Inzidenz von 50-35), wenn der jeweilige Grenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen (der Sonntag wird nicht mitgezählt) unterschritten wird, mit Wirkung für den übernächsten Tag. Sollte der Inzidenzwert für Bonn weiterhin unter der 50er Marke liegen, könnten ab Mittwoch, 16. Juni, die nächsten Öffnungsschritte umgesetzt werden, und weitere Lockerungen würden gelten.

Inzidenzstufe 50-35

Erreicht die Stadt Bonn offiziell die Inzidenzstufe 50-35, werden unter anderem folgende Regelungen gelten:

  • Kontaktbeschränkungen: Treffen im öffentlichen Raum ohne Begrenzung erlaubt für Angehörige aus drei Haushalten, außerdem für zehn Personen mit Test aus beliebigen Haushalten.
  • Konzerte innen sowie Theater, Oper, Kinos bis zu 500 Personen mit Sitzplan und Test.
  • Sport außen: Kontaktfreier Sport ohne Personenbegrenzung, Kontaktsport mit 25 Personen mit Test
  • Sport innen: Kontaktsport mit 12 Personen mit Test
  • Öffnung der Bäder mit Personenbegrenzung und mit Test
  • Einzelhandel, der nicht der Grundversorgung dient: Begrenzung auf eine Person pro zehn Quadratmeter
  • Private Veranstaltungen außen mit bis zu 100 Personen, innen mit bis zu 50 Gästen mit Test
  • Gastronomie: Außengastronomie ohne Test, Öffnung der Innengastronomie (Test und Platzpflicht)
  • Tourismus: volle gastronomische Versorgung für private Gäste

Eine umfassende Übersicht wird die Stadt Bonn voraussichtlich ab Montag, 14. Juni, auf der Internetseite  www.bonn.de/coronaregeln veröffentlichen.

Übertragung der EM-Spiele

Gemäß Beschluss des städtischen Krisenstabs dürfen Spiele der Fußball-Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli) in der Außengastronomie mit Ton bis maximal 24 Uhr gezeigt werden.

Die Stadt appelliert eindringlich, beim „Rudelgucken“ insbesondere auf die Einhaltung der Mindestabstände zu achten. Sollten die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, ist grundsätzlich eine Maske zu tragen.

Bei der Übertragung der Fußball-Europameisterschaft müssen folgende „Spielregeln“ beachtet werden:

  • Gastronomiebetriebe und Gäste müssen die Vorgaben der jeweils aktuell gültigen Coronaschutzverordnung des Landes einhalten, insbesondere die Abstandsregeln.
  • Wenn Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, ist mindestens eine medizinische Maske zu tragen.
  • Bildschirme sind so auszurichten, dass sie die Spiele zwar in die Außengastronomie hinein zeigen, aber vorbeifahrende oder vorbeigehende Personen nicht dazu verleiten, stehen zu bleiben und das Spiel zu verfolgen.
  • Sollten sich Menschenansammlungen außerhalb der Außengastronomie bilden, ist die Übertragung zu unterbrechen, bis sich die Menschenansammlung aufgelöst hat.
  • Tongeräte und Lautsprecher müssen so ausgerichtet sein, dass die Beschallung der Nachbarschaft so gering wie möglich ist.
  • Lärmerzeugende Instrumente oder Geräte dürfen nicht benutzt werden.
  • Ab 22 Uhr (Beginn der Nachtruhe) müssen die Gastronomien darauf achten, dass die Störungen der Nachbarschaft in einem vertretbaren Rahmen bleiben.
  • Bis höchstens 30 Minuten nach dem Schlusspfiff, maximal 24 Uhr, ist die Übertragung von Kommentaren und Spielanalysen in einem geringen Umfang erlaubt.

Die Stadtverwaltung wird die Einhaltung der Vorgaben kontrollieren. „Diese Überprüfungen stellen den Stadtordnungsdienst, der bereits seit mehr als einem Jahr durch die Kontrollen der Corona-Regelungen sehr gefordert ist, vor zusätzliche Herausforderungen“, so Günter Dick, Leiter der Bürgerdienste. Er bittet gleichzeitig um Verständnis: „Der Stadtordnungsdienst kann nicht überall zur selben Zeit sein!“

Weiterhin nur Zweitimpfungen im Impfzentrum

Im Bonner Impfzentrum finden gemäß Erlass des Landes weiterhin nur Zweitimpfungen statt. Personen unter 60 Jahren, die zunächst mit Astrazeneca geimpft wurden, bekommen nach 12 Wochen nur noch eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff. Wenn dies nicht gewünscht wird, müssen die entsprechenden Personen sich an ihre Hausarztpraxen wenden. Die Impfungen in Flüchtlingsunterkünften und für wohnungslose Menschen wurden abgeschlossen.

Mit Stand Mittwoch, 9. Juni 2021, 7.30 Uhr, sind in Bonn 179.291 Erstimpfungen und 84.512 Zweitimpfungen durchgeführt worden.

Aktuelle Zahlen

14.452 laborbestätigte Covid-19-Fälle wurden dem Gesundheitsamt seit 28. Februar 2020 gemeldet. 13.819 Personen gelten als wieder genesen, 244 Menschen sind in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben, 389 Personen sind akut infiziert. 925 Bonner*innen befinden sich aktuell in Quarantäne.

Zurzeit liegen 63 Personen aus Bonn und dem Umland, die an Covid-19 erkrankt sind, in den Bonner Krankenhäusern. 47 Patientinnen und Patienten werden auf Normalstationen betreut, 16 Personen liegen auf Intensivstationen, 13 von ihnen müssen beatmet werden.

Kontrollen

Stadtordnungsdienst und Wache GABI (Gemeinsame Anlaufstelle Bonn Innenstadt) haben die Corona-Kontrollen fortgesetzt. In den vergangenen sieben Tagen sind insgesamt 83 Anzeigen wegen Verstößen gegen Bestimmungen der Coronaschutzverordnung (Maskenpflicht, Kontakt- und Abstandsregelungen) hinzugekommen. Bei der Bußgeldstelle liegen seit März 2020 insgesamt 5.860 Anzeigen vor, 4.200 Bußgeldbescheide wurden erlassen.

Brunnen werden wieder sprudeln

Da die Inzidenz in Bonn seit Tagen sinkt, hat der Krisenstab der Stadt beschlossen, die Brunnen im Stadtgebiet wieder in Betrieb zu nehmen. Ab 10. Juni werden die Wasserspiele nach und nach eingeschaltet. Zunächst werden die großen Brunnen in der Bonner Innenstadt und den Bezirkszentren sprudeln. Eine Ausnahme bildet der Brunnen auf dem oberen Kaiserplatz. Aufgrund eines Schadens an einem der Natursteinpilze muss dieser zunächst repariert werden.