Verwaltung sieht keine Möglichkeit zur Sperrung der Heerstraße während der Kirschblüte – Die Sozialliberalen bitten um Aufklärung

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Immer mehr Menschen aus Deutschland und der ganzen Welt kommen jedes Jahr im April nach Bonn, um sich von der Blüte der Kirschbäume in der Altstadt faszinieren zu lassen. Um das vorhandene mediale Potenzial noch besser ausschöpfen zu können, wurde von den Sozialliberalen die Sperrung der Heerstraße während der zweiwöchigen Kirschblüte gefordert. Nach Ansicht der Verwaltung ist dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Da in Wahrheit jedoch regelmäßig Straßen für Straßen- und Nachbarschaftsfest, Jahrmärkte und andere Veranstaltungen gesperrt werden, haben die Sozialliberalen bei der Verwaltung um Aufklärung gebeten.

„Auch die Anwohner sollten in eine Konzeption miteinbezogen werden. Zum Beispiel könnte der kurzfristige Wegfall von Anwohnerparkplätzen durch Parkgutscheine im Stadthaus kompensiert werden“, so Felix Kopinski, Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen im Rat der Stadt Bonn. „Solche oder ähnlich Vorschläge hätten wir uns von der Verwaltung gewünscht. Wir wollten von der Verwaltung wissen, wie eine bessere Vermarktung der Kirschblüte möglich ist und nicht, wie es nicht möglich ist“, so Kopinski weiter.

Die Blüte der Kirschbäume in der Altstadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Publikumsmagneten entwickelt, der Bonn weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt macht. Die Kirschblüte ist inzwischen eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Eine Reichweitenanalyse in den sozialen Medien hat ergeben, dass die Bonner Kirschblüte mehr als einhundert Mal öfter erscheint als das Beethovenfest. Die Kirschblüte wird von der Stadt Bonn auf ihrer Internetseite ebenso beworben, wie von der Tourismus & Congress GmbH, die den Termin vorab an Reiseveranstalter in Fernost kommuniziert.

Aufgrund des Vermarktungspotenzials der Kirschblüte hatten die Sozialliberalen einen Antrag gestellt, der eine Sperrung der Heerstraße während der zweiwöchigen Blütezeit vorsieht, um einerseits das mediale Potenzial der Kirschblüte und den damit verbundenen Imagegewinn für die Stadt Bonn zu steigern und andererseits die Verkehrssituation in der während der Kirschblüte von Fußgängern, Fahrrad- und Autofahrern stark frequentierten Altstadt zu entschärfen.

Nach Ansicht der Sozialliberalen stören die fahrenden und parkenden Kraftfahrzeuge die bei Einheimischen und Touristen sehr beliebte Sehenswürdigkeit. Einerseits, weil die parkenden Autos in den ohnehin schon engen Straßen der Altstadt weiteren Platz wegnehmen, andererseits, weil die fahrenden Autos für die durch die Straße schlendernden und Fotos schießenden Passanten ein Sicherheitsrisiko darstellen. Eine zeitlich befristete Sperrung der Heerstraße wäre eine nahezu kostenneutrale Möglichkeit, Bonn und die Kirschblüte national und international besser zu vermarkten.

Leider sah die Verwaltung keine praktikable Möglichkeit für die Sperrung der Heerstraße. Demnach sei es aus rechtlichen und tatsächlichen Gründen unmöglich, eine Anliegersperrung durchzuführen. In Wahrheit werden jedoch immer wieder Straßen für Straßen- und Nachbarschaftsfeste und andere Veranstaltungen gesperrt. Weiter behauptet die Verwaltung, dass sie Kontrollen in den Anliegerstraßen ablehne. Auch diese Aussage überrascht, da das Ordnungsamt regelmäßig Kontrollen auf Anlieger- und Anwohnerparkplätzen durchführt und auch Strafzettel ausstellt.
http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/17/1711136.pdf

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