Unterschiede bei FFP2- und FFP3-Atemschutzmasken

FFP-Masken werden im Arbeitsschutz eingesetzt und halten das Coronavirus fern!
FFP-Masken werden im Arbeitsschutz eingesetzt und halten das Coronavirus fern! (link)

FFP-Masken schützen vor Schadstoffen in der Atemluft. Wann ist die FFP2-Maske zu tragen und wann kommt die FFP3-Maske zum Einsatz?

Der Herbst steht vor der Tür und es besteht die begründete Annahme, dass das Thema Atemschutzmasken wieder vermehrt Einzug in die deutsche Medienlandschaft halten wird. Auch wenn es keine allgemeine Maskenpflicht geben sollte, haben die beiden letzten Winter gezeigt, dass der beste Schutz vor dem Virus mit dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes einhergeht. Den besten Schutz vor einer Ansteckung bieten FFP-Masken.

Diese Art von Atemschutz ist in den Kategorien FFP1, FFP2 und FFP3 erhältlich. Schon vor der Pandemie haben FFP-Masken als Teil der Arbeitsschutzkleidung ihre die Gesundheit schützenden und lebensrettenden Dienste erwiesen.

Doch erst mit Corona drangen sie ins Bewusstsein der Öffentlichkeit vor. Doch was genau sind FFP-Atemschutzmasken und was bedeuten die diversen Schutzklassen?

Was wird unter FFP-Masken zum Atemschutz verstanden?
FFP ist die Abkürzung von Filtering Face Piece, was auf Deutsch so viel wie filtrierende Halbmaske bedeutet. Die Masken werden über Mund und Nase gezogen und passen sich der jeweiligen Gesichtsform an. Sie schützen in verschiedenen Stufen vor Staubpartikeln, Rauch, Aerosolen und anderen Giftstoffen, die über die Atemluft in die Lunge gelangen und dort teils schwerwiegende Erkrankungen auslösen.

Die FFP1-Maske mit dem geringsten Leistungsstandard dient eher dazu, üble Gerüche zu filtern und eine Reizung der Atemwege zu verhindern. Schutz gegen gesundheitsschädliche Stäube, Rauch und Aerosole bieten eher Produkte der Kategorie FFP2 und FFP3, wie sie Anbieter wie mskprotect24.de in ihrem Sortiment führen. Sie werden nach der vorgeschriebenen EU-Norm (Europäische Union) gefertigt, stammen aus deutscher Produktion und sind TÜV-geprüft.

Wovor schützen FFP-Atemschutzmasken?
Atemschutzmasken mit FFP-Klassifizierung verhindern, dass Aerosole, Rauch und Feinstaub eingeatmet werden. Gase und Dämpfe werden nicht zurückgehalten, auch nicht von der FFP3-Maske, dem Produkt mit der höchsten Schutzstufe. FFP-Masken bestehen in der Regel aus mehreren Filterschichten.

Die Produkte müssen an diversen Arbeitsplätzen zwingend getragen werden. Die Verpflichtung richtet sich nach dem Arbeitsplatzgrenzwert (AGW). Dieser definiert die maximal zulässige Belastung von Schadstoffen in der Raumluft, bei der keine gesundheitsschädlichen Effekte zu erwarten sind. Dabei unterscheiden sich FFP2- und FFP3-Masken trotz ihrer Ähnlichkeit in einigen wichtigen Details.

FFP2-Masken
FFP2-Masken sind an Arbeitsstellen Pflicht, an denen die Atemluft mit Stoffen belastet ist, die als gesundheitsschädlich gelten und das Erbgut verändern können. Dabei handelt es sich um Aerosole, Rauch und Staubpartikel, die fibrogene Wirkungen auslösen können. Unter fibrogen werden in diesem Zusammenhang Schadstoffe verstanden, welche die Elastizität des Lungengewebes einschränken. Dieser Prozess fördert entscheidend das Auftreten von Lungenkrebs und Tuberkulose.

FFP2-Schutzmasken sind in der Lage, bis zu 94% der Partikel zu filtern, die einen Durchmesser von 0,6 μm (Mikrometer) nicht unterschreiten. Die Gesamtleckage darf nicht mehr als 11 % erreichen. Dieser Begriff beschreibt den Filterdurchlass sowie den Einlass durch Undichtigkeiten an Nase und Mund. Die Masken können bis zu einem zehnfach erhöhten AGW verwendet werden. Ihren bevorzugten Einsatz finden FFP2-Atemschutzmasken im Bergbau und der metallverarbeitenden Industrie.

FFP3-Masken
FFP3-Masken sind Produkte mit der höchsten Atemschutzklasse. Sie filtern 99% der Schadstoffe aus der Atemluft, die größer als 0,6 μm sind. Dazu gehören auch radioaktive und krebserregende Substanzen. Zudem filtern sie Bakterien, Pilzsporen und Viren.
Die Gesamtleckage ist auf 5 % limitiert. FFP3-Masken werden bei einem bis zu 30-fach erhöhten AGW genutzt. Die größten Abnehmer finden sich in der chemischen Industrie.

FFP-Maske mit oder ohne Ventil
Immer wieder fallen FFP-Masken mit einem großen, runden Ventil vor der Nase auf. Dabei handelt es sich um einen Auslass, der die Atemluft entweichen lässt. Die Träger versprechen sich davon einen erhöhten Tragekomfort. Diese Art Masken sind nur zum Selbstschutz geeignet. Die Mitmenschen dagegen bleiben durch die austretende Atemluft gefährdet.

Merkmale einer guten FFP-Atemschutzmaske
Zusammenfassend nennen wir an dieser Stelle alle Merkmale, die eine gute FFP-Maske zum Arbeitsschutz ausmachen. Entscheidend ist dabei die CE-Kennung. Diese bestätigt, dass die Maske der europäischen Prüfnorm EN149:2001+A1:2009 entspricht. Die Angaben sind sichtbar auf der Maske aufgedruckt und der Hersteller verfügt über eine entsprechende Konformitätserklärung. Zudem sind folgende Eigenschaften wichtig:

● Dichtsitz
● Einfache Anwendung
● Geringer Atemwiderstand
● Deutsche Herstellung
● Hoher Tragekomfort