Grün-linke Koalition gefährdet den Wirtschaftsstandort Bonn – Büro- und Gewerbepark Beuel-Pützchen steht vor dem Aus

Erneut verprellt die grün-linke Koalition die Bonner Wirtschaft. In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Beuel lehnte die Koalition aus Grünen, SPD und Linken mit einer nicht zu übertreffenden Überheblichkeit den Antrag der CDU-Bezirksfraktion zur Zukunft des Büro- und Gewerbeparks Beuel-Pützchen als „unwichtig“ ab. „Damit gefährdet die grün-linke Koalition den Wirtschaftsstandort Bonn und entledigt sich ihrer Verantwortung für die mittelständischen Unternehmen in unserer Stadt und die dortigen Arbeitsplätze“, mahnt CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Guido Déus.

Angesichts der Abwanderungstendenzen größerer mittelständischer Unternehmen wie aktuell des Reifenhändlers Richelshagen oder des P&M Getränkehandels sowie der gleichzeitig nachweislich hohen Nachfrage von weiteren in Bonn bereits ansässigen Unternehmen nach Gewerbeflächen, ist dies für die Entwicklung Bonns unverantwortlich. Die Koalition hatte in der BV den Bedarf für eine Entwicklung des letzten, größeren Gewerbegebietes in Bonn „nicht gesehen“ und „die Entwicklung des Gebietes auf die nächsten Generationen“ verschoben. Damit folgte die grün-linke Mehrheit der Aussage in ihrem Koalitionsvertrag, dieses Areal als Grün- und Erholungsfläche ausweisen zu wollen. Einen Standort unmittelbar neben der Autobahn und zwischen zwei Autobahnabfahrten als Park vorzusehen, ist kaum nachvollziehbar.

Das lang geplante Gewerbegebiet war bislang lediglich noch nicht vermarktet worden, weil insbesondere die städtische Planungsverwaltung bei der Verkehrserschließung versagt hat. Nachdem nun nicht zuletzt durch ein erfolgreiches Einschalten der CDU auf Landesebene eine verkehrliche Lösung absehbar scheint, wird jetzt unverständlicher Weise die Entwicklung des Gebietes in eine ferne Zukunft verschoben. Und das obwohl nach Auskunft der städtischen Wirtschaftsförderung aktuell Anfragen von knapp 90 Unternehmen nach Gewerbeflächen in Bonn vorliegen, die derzeit nicht bedient werden können.
„Bonn ist nicht nur Verwaltungsstadt, sondern auch Wirtschaftsstandort. Wir dürfen nicht nur an Büroarbeitsplätze denken. Denn gerade die mittelständischen Unternehmen bieten Arbeits- und Ausbildungsplätze und tragen in erheblichem Maße zu Gewerbesteuereinnahmen bei“, verdeutlicht Torben Leskien, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. „Wie will die grün-linke Koalition denn ihre hochgesteckten Ziele verwirklichen, ohne Einnahmen für die zu erwartenden enormen Ausgaben zu erzielen. Die städtische Leiterin der Wirtschaftsförderung Victoria Appelbe hatte noch im gestrigen Wirtschaftsausschuss eindringlich an die Politik appelliert, die eigenen Gewerbeflächen auch zu entwickeln“.

„Es kann nicht sein, dass verantwortliche Mitarbeitende der Bonner Stadtverwaltung, wie in den letzten Sitzungen auf Nachfrage zugegeben wurde, expansionswillige Unternehmen aktuell ans Umland verweisen. Das ist keine Angelegenheit eines Stadtbezirks, hier muss gesamtstädtisches Denken und Handeln im Vordergrund stehen“, so Guido Déus MdL.

Die CDU-Fraktion appelliert daher sehr eindringlich an Oberbürgermeisterin Katja Dörner und die grün-linke Koalition im Rat, Vernunft anzunehmen und aus gesamtstädtischer Verantwortung und im Hinblick eines Vertrauensschutzes den Bonner Unternehmen gegenüber, die seit Jahren und nach intensiven Gesprächen auf die Vergabe dieses Areals warten, den Beschluss der BV Beuel zu Gunsten der sofortigen Entwicklung und Vermarktung des Gewerbeparks Beuel-Pützchen abzuändern. Die Stadt kann sich die Abwanderung von etablierten Bonner Unternehmen nicht weiter leisten.