Hitze in Städten: Universität der Vereinten Nationen befragt Bonnerinnen und Bonner

Wissenschaftler der Universität der  werden ab Mittwoch, 16. Mai 2018, in der Bonner Innenstadt und im Bad Godesberger Stadtzentrum eine Befragung zum Thema Hitze in Städten durchführen. Die Befragung findet in Zusammenarbeit mit der Leitstelle Klimaschutz der Stadt Bonn statt und ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes ZURES.

Mit Tablets ausgestattet wird das Team unter der Leitung des Instituts für Umwelt und menschliche Sicherheit möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner befragen, wie sie persönlich die sommerliche Hitze wahrnehmen und wie sie damit umgehen. Voraussichtlich eine Woche werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterwegs sein. Eine kurze Pilotstudie findet bereits morgen, Donnerstag, 10. Mai, statt.

Hitzebelastung in Städten nimmt zu

In Deutschland werden seit einigen Jahren vermehrt Extrem-Ereignisse wie beispielsweise Starkregen, Stürme und Hitzewellen im Rahmen der Klimawandeldebatte diskutiert. Obwohl Deutschland ein vergleichsweise kühles Klima hat, nimmt die Belastung durch Hitzewellen zu. Diese haben insbesondere auf die Stadtbevölkerung Auswirkungen. Nach Informationen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit forderte zum Beispiel die Hitzeperiode im Jahr 2003 circa 7000 Tote. Zusätzlich gab es zahlreiche Krankheitsfälle, die durch die Hitze hervorgerufen wurden, etwa Dehydrierung, Hitzschlag, Herz- und Kreislauferkrankungen.

Da die Hitzebelastung gerade in dicht besiedelten urbanen Gebieten zum Problem werden kann, müssen Städte Wege finden, sich anzupassen und ihre Bewohner zu schützen. Ein interdisziplinäres Forscherteam hat sich dieses Themas angenommen. Während Projektpartner Analysen und Prognosen zur Hitzebelastung selbst durchführen, widmen sich die Experten der Universität der Vereinten Nationen der Bevölkerung. Bonn ist Pilotstadt für ihr Vorhaben. Sie möchten verstehen, wie die Stadtbevölkerung in Bonn sommerliche Hitze wahrnimmt, wie sie sich vorbereitet und welche Maßnahmen getroffen werden können, um die Belastung zu minimieren.

Das ZURES-Projekt

ZURES ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Forschungsprojekt, das sich mit der Verminderung der Auswirkungen von Hitzestress auseinandersetzt. In ZURES sollen in enger Zusammenarbeit mit den Städten Bonn und Ludwigsburg Methoden und Instrumente entwickelt werden, die eine bessere Anpassung an Hitzewellen heute und in der Zukunft ermöglichen. Das ZURES Konsortium unter Leitung des Instituts für Raumordnung und Entwicklungsplanung an der Universität Stuttgart (IREUS) besteht aus sieben Partnern, davon drei Forschungseinrichtungen, zwei Planungsbüros und die beiden Partnerstädte. Weitere Informationen unter www.zures.de.