Knapper 79:73-Sieg gegen Oettinger Rockets / Sonntag „Mutter aller Spiele“ in Berlin

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Freitag, den 13. gerade noch abgewendet

Knapper 79:73-Sieg gegen Oettinger Rockets / Sonntag „Mutter aller Spiele“ in Berlin

Die Telekom Baskets haben vor 4.350 Zuschauern im Telekom Dome geradeso noch den Kopf aus der Schlinge ziehen können. Gegen Aufsteiger Oettinger Rockets arbeiteten sich die Schützlinge von Trainer Predrag Krunic dank einer deutliche Steigerung im letzten Spielabschnitt zu einem 79:73 (15:22, 16:16, 21:20, 27:15)-Sieg.

Nach kurzer Erholungspause geht es für Bonn bereits am Sonntag, den 15.10.2017, bei ALBA Berlin weiter – Hochball in der Hauptstadt ist um 17:30 Uhr.

Vor dieser Partie hatten die Hausherren im Bundesliga-Spielbetrieb mit ihren Ballverlusten zu kämpfen gehabt, wie sich unschwer an der Assist-Turnover-Ratio von 0,97 ablesen ließ. Gegen die „Raketen“ passte die Krunic-Truppe weitaus besser auf das orangefarbene Leder auf – und zwar an beiden Enden des Feldes. Soliden 16 Korbvorlagen standen lediglich neun Ballverluste gegenüber (Ratio: 1,8).

Was Bonn im ersten Viertel überhaupt nicht in den Griff bekam, waren die gegnerischen Dreierversuche. Die Thüringer, die bis dahin im Saisonschnitt 40,6 Prozent ihrer Zähler durch Distanzwürfe erzielten, machten allein im ersten Viertel 18 ihrer 22 Punkte von jenseits des Perimeters (81,8 Prozent). Nach der kurzen Pause standen die Baskets den Rockets-Schützen enger auf den Füßen, so dass dieser Wert bis zum Ende der Partie auf immer noch ausgezeichnete 49,3 Prozent schrumpfte (36 Punkte).

Kurz und knapp

Nach einer frühen Bonner 6:5-Führung in der dritten Minute führten die Oettinger Rockets die meiste Zeit des Spiels und lagen zwischenzeitlich sogar mit 13 Punkten in Front (23:36). Die Baskets fanden erst in der zweiten Halbzeit zu ihrer aggressiven Spielweise und drehten die Partie erst im letzten Viertel, als während eines Bonner 15:3-Laufs Rookie Malcolm Hill acht Punkte in Serie erzielte (69:63, 35. Minute). Erneut verteilte Trainer Predrag Krunic die Einsatzzeit gleichmäßig auf seine zehn eingesetzten Spieler: Niemand spielte weniger als 16 Minuten, kein Spieler stand länger als 27 Minuten auf dem Feld.

Stimmen

Predrag Krunic (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Es war eine außerordentlich harte Partie, in welcher wir lediglich über unsere Defense im Spiel geblieben sind. Uns war immer klar, dass wir hinten viel arbeiten müssen, und dann auch irgendwann vorn unsere Würfe fallen würden.“

Malcolm Hill (#15 Telekom Baskets Bonn):

„Die Rockets haben gleich zu Beginn den ersten Schlag gelandet. Durch unsere tiefe Bank konnten wir letztlich in der zweiten Hälfte das Momentum an uns reißen. Diesen Killerinstinkt müssen wir bei den jetzt anstehenden schweren Auswärtsspielen früher aufs Parkett bringen.“

Ivan Pavic (Trainer Oettinger Rpckets):

„Das war heute eine sehr ordentliche Leistung meiner Mannschaft, die sich nicht versteckt und ihr Potenzial mehr als nur angedeutet hat. Bonn konnte auf lange Sicht von den zehn abgegriffenen Offensiv-Rebounds profitieren und ist im letzten Viertel heißgelaufen.“

Daniel Schmidt (#5 Oettinger Rockets):

„Abgesehen vom Endergebnis war dies unser bislang vielleicht bestes Saisonspiel. Bonn hat unseren Schützen ab dem zweiten Viertel viel aggressiver auf den Füßen gestanden – das hat uns sehr wehgetan.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Curry (7/1 Dreier), Parks (0, 8 Rebounds), Klein (3/1), Djurisic (13/1), Gamble (13), Jasinski (dnp), DiLeo (9), Breunig (6), Polas Bartolo (11/1, 7 Rebounds, 3 Assists, 3 Steals), Mayo (9/1, 4 Assists), Hill (8/2), Möller (dnp)

Oettinger Rockets:

Obasohan (13, 8 Rebounds), Schmidt (9/3), Jaramaz (12/2), Oehle (2), Kullamäe (dnp), Obst (5/1), Mitchell (9/1), Ibekwe (20/4, 7 Rebounds), Dizdarevic (3/1), Stanic (0)

Spielverlauf

Ähnlich wie gegen Oostende in der Basketball Champions League erwischten die Telekom Baskets Bonn erneut einen schwachen Start in der Offensive. Als Kapitän Josh Mayo seinen Kumpanen Julian Gamble mit einem Alley-Oop-Anspiel bediente, ging sein Team mit 6:5 (3. Minute) in Führung – es sollte jedoch die letzte für lange Zeit sein. Zwar übten Bonn hohen Druck auf den ballführenden Spieler in der Verteidigung aus und zwang Gotha zu sieben Ballverlusten, ließ dann aber die Dreierschützen der Oettinger Rockets zu oft zu frei. Die Gäste dankten es ihnen und trafen gleich sechs Dreipunktewürfe im ersten Viertel, wovon drei auf das Konto von Rockets-Aufbau Daniel Schmidt gingen. Gleichzeitig zeigte die Dreierstatistik bei den Hausherren noch eine große Null an. Mit einem 15:22-Rückstand ging es ins zweite Viertel.

Dort hatte Predrag Krunic bereits seine komplette „zweite Fünf“ ins Rennen geworfen, was sich auch zunächst auszahlte: Konstantin Klein traf den ersten Baskets-Dreier des Spiels zum 18:24 (13. Minute). Die Rockets spielten jedoch unbeirrt ihren Stiefel herunter und gingen erstmals durch sechs aufeinanderfolgende Punkte des starken Ekene Ibekwe mit zehn Zählern in Führung (21:31, 17. Minute). Bonn tat sich weiterhin schwer gegen die defensiv gut eingestellten Raketen, wirkte ideenlos, und vertraute nun vermehrt auf Nemanja Djurisic. Der Montenegriner markierte die letzten acht Baskets-Punkte im zweiten Viertel und legte so eigenhändig einen kurzen 8:2-Zwischenspurt ein, der seine Mannschaft bis zur Halbzeit auf 31:36 heranbrachte.

Nachdem Oettinger-Center Robert Oehle die Führung nach der Pause wieder zweistellig machte (31:42, 21. Minute), legte Djurisic direkt mit einem Dreier nach (34:42, 22. Minute). Die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic fand nun endlich ihr Wurfglück und traf vermehrt von jenseits der 6,75 Meter. Als Ron Curry von außen einnetzte und Josh Mayo es ihm nach einem Ballgewinn kurze Zeit später gleich tat, hatten sich die Hausherren mit einem 12:2-Lauf auf 43:44 herangekämpft. Die Halle stand und feierte des endlich aufgewachte Team. Der lautstarke Gäste-Trainer Ivan Pavic rief zur Auszeit, aus der seine Jungs gestärkt zurückkamen und eine 50:58-Führung mit ins Schlussviertel nahmen.

Im Schlussabschnitt wurde es wieder spannend: Dies hatte mit der zunehmend aggressiven Körpersprache der Baskets zu tun. Auch die Zuschauer im Telekom Dome hielt jetzt nur noch wenig auf ihren Sitzen. Konstantin Klein, TJ DiLeo, Malcolm Hill, Yorman Polas Bartolo und Martin Breunig gingen in der Defense deutlich energischer zu Werke. Punkt für Punkt verkürzten die Baskets den Rückstand, bis es Hill war, der einen Distanzwurf zur 61:60-Führung (34. Minute) traf – der ersten seit der 3. Minute. Der Knoten schien geplatzt. Mit den nun euphorischen Fans im Rücken erzielte Aufbauspieler DiLeo im Anschluss einen Korbleger trotz Foul, traf den fälligen Bonus-Wurf und beendete somit einen 15:3-Lauf zum 69:63 (36. Minute).

Bonn hatte die Oberhand und kontrollierte die letzten Minuten des Spiels. Die nur zu neunt angetretenen Oettinger Rockets wirkten jetzt müde und trafen nicht mehr so hochprozentig, wie über weite Strecken des Spiels. Die größer werdenden Lücken wusste Josh Mayo für sich zu nutzen und erzielte sechs seiner insgesamt neun Punkte in den letzten zwei Minuten, sodass die Baskets mit 79:73 auch ihr drittes Spiel in der easyCredit Basketball Bundesliga gewinnen konnten.

Der Blick in die Zukunft

Nach der 73. Auflage der „Mutter aller Spiele“ gegen ALBA Berlin am Sonntag, fahren die Krunic-Schützlinge rund 300km gen Osten nach Zielona Gora zum zweiten Auftritt in der Basketball Champions League.

Das nächste Heimspiel in der EasyCredit BBL folgt am kommenden Samstag, um 20:30 Uhr gegen den Mitteldeutschen Basketball Club aus Weißenfels.

Sonntag, 15.10.2017, 17:30 Uhr: ALBA Berlin – Telekom Baskets Bonn (BBL)
Dienstag, 17.10.2017, 18:30 Uhr: Stelmet Zielona Gora – Telekom Baskets Bonn (BCL)
Samstag, 21.10.2017, 20:30 Uhr: Telekom Baskets Bonn – MBC (BBL)

Die Partien im „dicken B“ und gegen den MBC werden LIVE auf www.TelekomSport.de übertragen, das Spiel beim polnischen Meister ist auf www.livebasketball.tv sowie www.dazn.com zu sehen.

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