Bonn als Kongressstadt im Zeitfenster September

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Das Zeitfenster des Stadtarchivs im September stellt Bonn als Kongressstadt mit der „Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte“ im Jahr 1857 vor.

Beim Ordnen einer Sammlung von Kleindrucken im Stadtarchiv wurde ein dünnes Heft mit dem Titel „Mooslob“ entdeckt. Dieses enthält ein Gedicht von Dr. Karl Friedrich Schimper. Es beschreibt verschiedene Moosarten, und enthält einen Anhang mit wissenschaftlichen Bemerkungen und dem Hinweis, dass der Autor darüber auf einer Naturforschertagung (18. bis 24. September 1857) in Bonn berichtet hat.

Bonn ist schon lange eine wichtige Kongressstadt

Davon zeugen die Bestände der Stadthistorischen Bibliothek mit einer reichen Sammlung von Kongressberichten und Kongressprogrammen. So wurde Bonn 1857 Veranstaltungsort für die seit 1822 jährlich stattfindende „Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte“.

Der Kongress prägte das städtische Leben

Laut Tagungsbericht nahmen an diesem Kongress außer Ärzten und Naturforschern von nationaler und internationaler Bedeutung aller Fachrichtungen auch Persönlichkeiten des Kulturlebens teil. Unter ihnen der Komponist Johannes Brahms und Geiger Joseph Joachim. Der Kongress, mit mehr als 1000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland, prägte wochenlang das städtische Leben.

Vortrag über die Morphologie der Pflanzen
Dr. Karl Friedrich Schimper (1803 – 1867), der Autor des Gedichts „Mooslob“, war einer der Teilnehmer. Er konnte bei der Naturforschertagung in der Sektion für Botanik und Pflanzenphysiologie sein ausgedrucktes Gedicht verteilen und einen Vortrag über die Morphologie der Pflanzen halten. Als in Fachkreisen anerkannter Forscher war eine seiner größten Errungenschaften die Etablierung der Eiszeitlehre. Wissenschaftliche Erkenntnisse gab er in Vorträgen wieder.

Das Zeitfenster
Im Zeitfenster stellt das Stadtarchiv monatlich ein Stück aus seinen Beständen vor. Mittelalterliche Urkunden, Beispiele aus der Bildsammlung, Fotos, Grafiken, Akten und andere Dokumente sowie historische Bücher sind mit einer kurzen Erklärung versehen und werfen Schlaglichter auf die lange Geschichte der Stadt Bonn. Sie sollen neugierig machen und zu Forschungen im Stadtarchiv ermuntern. Das Zeitfenster öffnet sich unter www.bonn.de/@zeitfenster

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