Höhere Bundesfinanzierung ist Chance für Verbesserungen bei Bus und Bahn in Bonn

Der Beschluss des Bundestages, im Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) ausdrücklich auch Seilbahnen als förderfähig zu benennen, wird in Bonn begrüßt.

„Damit wird nun anerkannt, dass eine Seilbahn, wie wir sie in Bonn zwischen Venusberg, Bundesviertel und Beuel planen, ein wichtiger Teil eines integrierten ÖPNV-Konzepts sein kann“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan. „Ich freue mich, dass mein Einsatz für diese Ergänzung erfolgreich war. Das neue Gesetz verbessert die Finanzierungschancen für eine Seilbahn deutlich.“
Erst letztes Jahr hatte eine Vertreterin des Bundesministeriums für Verkehr bei einer öffentlichen Veranstaltung der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP) gesagt, von allen deutschen Städten, die Seilbahnen planten, sei Bonn am weitesten.
Die Details des Gutachtens zur Nutzen-Kosten-Untersuchung für die Seilbahn werden derzeit in einem formalen Verfahren mit dem Verkehrsministerium des Landes abgestimmt. Die Verwaltung strebt an, bis zur Sommerpause mit den finalen Ergebnissen auf die politischen Gremien zuzugehen. Dieser Zeitplan ist allerdings abhängig von weiteren Beteiligten, und es ist noch zu prüfen, ob das Verfahren durch die GVFG-Änderung modifiziert werden muss.“
Mit der Änderung des GVFG und der Erhöhung der Regionalisierungsmittel werden auch insgesamt die Mittel für den ÖPNV deutlich ausgeweitet. Dies ist eine wichtige Unterstützung für den Ausbau von Bahnlinien und Verknüpfungspunkten und für eine Ausweitung des Schienenverkehrs. Die Stadt Bonn sieht das als Ansporn, den Ausbau des ÖPNV weiter zu planen. Zudem will man mit dem Verkehrsverbund prüfen, ob sich durch die höheren Finanzflüsse auch Möglichkeiten ergeben, Verbesserungen bei den Fahrpreisen zu erreichen.

Vierter Bürgerdialog zur Seilbahn am 22. Juni 2017

Die Bundesstadt Bonn setzt ihre frühzeitige Bürgerbeteiligung zur Seilbahn fort: Am Donnerstag, 22. Juni 2017, findet ab 17 Uhr in der Stadthalle Bad Godesberg der vierte Bürgerdialog statt, zu dem erneut alle Bonnerinnen und Bonner herzlich eingeladen sind. Es geht um die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, die am 16. Mai 2017 offiziell vorgestellt worden sind.

Eine Seilbahn zum Venusberg – und in Verlängerung über den Rhein nach Beuel – ist grundsätzlich technisch machbar und führt zu einer Verkehrsentlastung, wie das Gutachter-Team VSU GmbH, Intraplan Consult GmbH und Ingenieurbüro Sehnal untersucht hat. Die Experten schlagen für eine Realisierung folgende Trasse vor: Sie würde vom Uni-Klinikum auf dem Venusberg über den Hindenburgplatz zum neuen DB-Haltepunkt UN Campus verlaufen und – als Option – in Verlängerung mit einer Zwischenstation in der Rheinaue über den Rhein zum künftigen S-Bahn-Haltepunkt Beuel-Ramersdorf (Schießbergweg) führen. „Vierter Bürgerdialog zur Seilbahn am 22. Juni 2017“ weiterlesen

Eine Seilbahn in Bonn führt zu einer Verkehrsentlastung

Eine Seilbahn zum Venusberg – und in Verlängerung über den Rhein nach Beuel – ist technisch machbar und führt grundsätzlich zu einer Verkehrsentlastung. Zu diesem Schluss kommt das Gutachter-Team bestehend aus den Unternehmen VSU GmbH, Intraplan Consult GmbH und Ingenieurbüro Sehnal.

Die Experten schlagen für eine Realisierung die so genannte Nordtrasse vor: Sie würde vom Uni-Klinikum auf dem Venusberg über den Hindenburgplatz zum neuen DB-Haltepunkt UN Campus verlaufen und – als Option – in Verlängerung mit einer Zwischenstation in der Rheinaue über den Rhein zum künftigen S-Bahn-Haltepunkt Beuel-Ramersdorf (Schießbergweg) führen.

Stadtbaurat: „Seilbahn im ÖPNV-Verbund sinnvoll“

Die Gutachter haben die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Auftrag der Stadt Bonn zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung beim dritten Bürgerdialog am Dienstagabend, 16. Mai, den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt und erläutert. Bonns Stadtbaurat Helmut Wiesner sagte: „Die Machbarkeitsstudie zeigt: Die Seilbahn ist machbar und im bestehenden Verbund des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) sinnvoll. Bereits jetzt wird deutlich, dass die Verkehrsbelastung auf dem Venusberg und an anderen Stellen im Stadtgebiet mit einer Seilbahn merklich reduziert werden könnte. Wenn wir – wie beabsichtigt – eine Förderung des Landes erhalten, wäre die Seilbahn auch betriebswirtschaftlich-finanziell durchaus darstellbar.“

Die noch zu erstellende volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Analyse, so der Stadtbaurat weiter, werde weitere Aspekte wie weniger Lärm und Abgase in die Betrachtung einbeziehen. „Das Projekt wird von Seiten der Stadtverwaltung nun weiterhin mit hoher Transparenz und intensiver Einbindung von Politik, Bürgerinnen und Bürgern sowie Betroffenen weiterverfolgt. Wir schaffen gerade die notwendigen Grundlagen für die Entscheidung, welche der Stadtrat am Ende treffen muss.“ „Eine Seilbahn in Bonn führt zu einer Verkehrsentlastung“ weiterlesen

Bonner Seilbahn: Gutachter stellen Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor

Die Bundesstadt Bonn lädt die Bürgerinnen und Bürger zum dritten Bürgerdialog zur Seilbahn ein.

Dieser findet am Dienstag, 16. Mai 2017, ab 19 Uhr in der Aula der Gesamtschule Bonns Fünfte, Eingang August-Bier-Straße 2, statt.

Das Gutachter-Team bestehend aus den Unternehmen VSU GmbH, Intraplan Consult GmbH und Ingenieurbüro Sehnal werden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorstellen.

Beim zweiten Bürgerdialog am 5.Oktober 2016 waren die ersten Zwischenergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Diskussion gestellt worden. Es wurden neun verschiedene Verbindungsoptionen in zwei Korridoren untersucht und die dafür zu erwartenden Verkehrsmengen und Entlastungseffekte berechnet – und zwar für die beiden Optionen Venusberg – ehemaliges Regierungsviertel und die Weiterführung über den Rhein nach Beuel-Ramersdorf. Auch wenn sich die errechneten Verkehrswerte je nach Verbindung unterscheiden: Alle Optionen lassen einen ausreichenden Entlastungseffekt erwarten.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es sich bei dem jetzt anstehenden dritten Bürgerdialog am Dienstag, 16. Mai 2017, um eine Informationsveranstaltung handelt. Die Gutachter stellen zusammen mit Vertretern der Stadt die Ergebnisse der Studie vor, im Anschluss werden Fragen der Bonnerinnen und Bonner beantwortet.

Die Bewertung und Diskussion der Ergebnisse werden im vierten Bürgerdialog am Donnerstag, 22. Juni 2017, erfolgen. Veranstaltungsort und Uhrzeit werden rechtzeitig bekanntgegeben. Bis dahin haben die Bürgerinnen und Bürger ausreichend Zeit, sich mit der Machbarkeitsstudie auseinanderzusetzen. Im Anschluss an die dritte Veranstaltung werden die Ergebnisse der Untersuchung ab Mittwoch, 17. Mai 2017, im Internet auf der Partizipationsplattform der Bundesstadt Bonn unter www.bonn-macht-mit.de veröffentlicht.