„Viva-Werkstatt“ erarbeitet Kriterien für zukünftige Entwicklung des Viktoriaviertels

Am gestrigen Donnerstag, den 6.4.2017 übergab die Initiative „Viva Viktoria!“ der Zebralog die Ergebnisse ihrer „Viva-Werkstatt“. Der ganztägige Planungs-Workshop unter Beteiligung von mehr als 20 TeilnehmerInnen erarbeitete in einem ersten Arbeitsschritt fünf Kriterien, die aus Sicht der Bürgerinitiative für eine Weiterentwicklung des Viktoriaviertels unerlässlich sind.

"Viva-Werkstatt" erarbeitet Kriterien für zukünftige Entwicklung des Viktoriaviertels
„Viva-Werkstatt“ erarbeitet Kriterien für zukünftige Entwicklung des Viktoriaviertels

Bonn hofft auf baldige Entscheidung der Bundesregierung zur Bewerbung um den Sitz der Europäischen Arzneimittel-Agentur

Großbritannien hat mittlerweile offiziell den Austritt aus der Europäischen Union beantragt. Hiermit sind für die Europäischen Institutionen mit Sitz auf der Insel Veränderungen verbunden, auch für die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), die mit ihren rund 900 Mitarbeiterinnen und -mitarbeitern derzeit noch in London ansässig ist. „Bonn steht bereit, um der EMA optimale Voraussetzungen für ihre Arbeit zu bieten, und wir hoffen sehr, dass die Bundesregierung bald eine Entscheidung bezüglich einer Bewerbung um den Sitz der Europäischen Arzneimittel-Agentur treffen wird, “ unterstreicht der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der die Bewerbung der Stadt seit Monaten vorantreibt.

Als starker Standort der Gesundheitswirtschaft genießt die Stadt einen hervorragenden Ruf auf nationaler und internationaler Ebene. Hierzu tragen die hohe Konzentration medizinischer Spitzenforschungseinrichtungen in Kombination mit einer erstklassigen Versorgungsstruktur sowie der Sitz vieler gesundheitsorientierter Behörden, Stiftungen und Verbänden des Gesundheitswesens bei . Sridharan betont, dass die Stadt Bonn hoch motiviert ist, neue internationale Fachkräfte in Bonn zu begrüßen und für einen reibungslosen Übergang zu sorgen: „Hier kann Bonn umfangreiche Erfahrungen bei der erfolgreichen Ansiedlung anderer internationaler Einrichtungen vorweisen“.

„Es ist nicht nur die Überzeugung der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, dass Bonn als derzeitiger Sitz des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte für die Europäische Arzneimittelagentur ein idealer Standort wäre,“ so äußerte sich erst kürzlich Franz-Josef Lersch-Mense, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen in der Plenarsitzung des Bundesrates zum Thema Brexit.

Verwaltung sieht keine Möglichkeit zur Sperrung der Heerstraße während der Kirschblüte – Die Sozialliberalen bitten um Aufklärung

Immer mehr Menschen aus Deutschland und der ganzen Welt kommen jedes Jahr im April nach Bonn, um sich von der Blüte der Kirschbäume in der Altstadt faszinieren zu lassen. Um das vorhandene mediale Potenzial noch besser ausschöpfen zu können, wurde von den Sozialliberalen die Sperrung der Heerstraße während der zweiwöchigen Kirschblüte gefordert. Nach Ansicht der Verwaltung ist dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Da in Wahrheit jedoch regelmäßig Straßen für Straßen- und Nachbarschaftsfest, Jahrmärkte und andere Veranstaltungen gesperrt werden, haben die Sozialliberalen bei der Verwaltung um Aufklärung gebeten.

„Auch die Anwohner sollten in eine Konzeption miteinbezogen werden. Zum Beispiel könnte der kurzfristige Wegfall von Anwohnerparkplätzen durch Parkgutscheine im Stadthaus kompensiert werden“, so Felix Kopinski, Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen im Rat der Stadt Bonn. „Solche oder ähnlich Vorschläge hätten wir uns von der Verwaltung gewünscht. Wir wollten von der Verwaltung wissen, wie eine bessere Vermarktung der Kirschblüte möglich ist und nicht, wie es nicht möglich ist“, so Kopinski weiter.

Die Blüte der Kirschbäume in der Altstadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Publikumsmagneten entwickelt, der Bonn weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt macht. Die Kirschblüte ist inzwischen eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Eine Reichweitenanalyse in den sozialen Medien hat ergeben, dass die Bonner Kirschblüte mehr als einhundert Mal öfter erscheint als das Beethovenfest. Die Kirschblüte wird von der Stadt Bonn auf ihrer Internetseite ebenso beworben, wie von der Tourismus & Congress GmbH, die den Termin vorab an Reiseveranstalter in Fernost kommuniziert.

Warnung vor Bachhochwasser: Stadt entwickelt neue Alarmpegel für Godesberger Bäche

In den letzten Jahren treten Starkregen und Bachhochwasser vermehrt auf und verursachen regelmäßig erhebliche Schäden. In Bonn waren bislang die Bad Godesberger Bürgerinnen und Bürger besonders betroffen. Damit die Anwohner von Mehlemer und Godesberger Bach künftig besser, frühzeitiger und zuverlässiger vor einer Hochwasserwelle gewarnt werden können, hat das Tiefbauamt der Stadt Bonn einen neuen Alarmpegel entwickelt, dessen Funktionsweise Amtsleiter Peter Esch nun bei einem Pressetermin erläutert hat.

Die neuartige Mess- und Warneinrichtung wurde an einer Pilotmessstelle am Mehlemer Bach, Bachemer Straße, installiert und in den vergangenen Wochen getestet. Die Ergebnisse lassen jetzt die Ausweitung auf zunächst je drei weitere Messstellen am Mehlemer und Godesberger Bach zu.

Pilotprojekt am Mehlemer Bach

Die Apparatur, die ganz simpel und harmlos aussieht, ermittelt ständig den Pegel des Mehlemer Bachs. Es handelt sich um eine berührungslos mit Radartechnik arbeitende Mess-Einheit, die zuverlässig 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, Daten an einen Verkehrsrechner übermittelt, der eigentlich für Ampelschaltungen verantwortlichen ist.

Der Standort am Mehlemer Bach wurde für das Anfang des Jahres installierte Pilotprojekt vorgesehen, weil das Tiefbauamt hier aus mehreren Hochwasserereignissen aus den vergangenen Jahren auf die beste hydraulische Datenlage zurückgreifen konnte. Als weitere Komponente sollen einige Messstellen zusätzlich mit Videotechnik ausgestattet werden. Werden bei der Messung kritische Lagen erkannt, ermöglicht die Videotechnik eine rasche visuelle Kontrolle der Brückendurchlässe.