Nach Messerattacke in Linienbus: Tatverdächtiger soll Haftrichter vorgeführt werden – Polizei sucht weitere Zeugen

Nach der Messerattacke in einem Linienbus am Bonner Hauptbahnhof, bei der am Montagnachmittag ein 22-Jähriger lebensgefährlich verletzt wurde, dauern die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft an. Der Verletzte wird weiterhin in einem Bonner Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt.

Die Ermittlungen gegen den 55-jährigen Tatverdächtigen, der in dem Bus von einem Fahrgast überwältigt und anschließend von Beamten der Polizeiwache Innenstadt vorläufig festgenommen wurde, dauern an. Die Motivlage ist weiterhin unklar. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand gab es zwischen dem Tatverdächtigen und dem Opfer keine Vorbeziehung. Der 55-Jährige soll noch heute auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft einem Richter wegen des Verdachts des versuchten Mordes vorgeführt werden.

In Nachgang zur gestrigen Medienberichterstattung haben sich bei den Ermittlern der Bonner Mordkommission bereits mehrere Fahrgäste gemeldet, deren Personalien noch nicht bekannt waren. Nach erster Bewertung hielten sich etwa 20 bis 30 Personen zur Tatzeit in dem Linienbus auf, von denen noch nicht alle namentlich bekannt sind. Die Beamten bittet diese Fahrgäste, sich unter der Rufnummer 0228 / 150 bei der Bonner Polizei zu melden.

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