Forschung hautnah: Ausstellungsschiff MS Wissenschaft liegt in Bonn

MS Wissenschaft in Bonn: Die Ausstellung für die ganze Familie | ©Ilja C. Hendel / Wissenschaft im Dialog
MS Wissenschaft in Bonn: Die Ausstellung für die ganze Familie | ©Ilja C. Hendel / Wissenschaft im Dialog

Vom 10. bis 13. Juli 2026 macht das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft Halt am Stresemannufer beim Bundeshaus. Die interaktive Ausstellung zeigt, wie Forschende mit ihren Ideen und ihrer Arbeit schon heute die Medizin von morgen gestalten. Der Eintritt ist frei.

Wie kann Künstliche Intelligenz dabei helfen, Knochenbrüche zu erkennen? Welche Krebstherapie schont unsere gesunden Zellen? Wie können wir Gesundheitsdaten nutzen, um jeden Menschen individuell zu behandeln? Und wie sieht eine Medizin aus, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern stärker berücksichtigt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Ausstellung auf der MS Wissenschaft im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft.

An rund 30 Exponaten können Besuchende selbst aktiv werden: Sie können zum Beispiel Medikamente an einem künstlichen Organ testen, ihren Herzschlag mit einer Kamera messen oder virtuell in den Operationssaal der Zukunft eintauchen. Besuchende sind auch eingeladen, an drei Stationen neueste Forschung zu Krankheiten wie Demenz, Diabetes oder Endometriose zu erkunden. Teil der Ausstellung ist auch das Exponat „Achtung entzündlich! – Wie beeinflusst dein Lebensstil dein Immunsystem?“ von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Der Besuch der Ausstellung wird ab zwölf Jahren empfohlen.

Veranstaltungen „Dialog an Deck“

Begleitend zur Ausstellung finden in Bonn zwei „Dialog an Deck”-Veranstaltungen an Bord statt. Am Freitag, 10. Juli 2026, von 18 bis 19.30 Uhr diskutieren Expertinnen und Experten der Universität Bonn über aktuelle Perspektiven der Präventionsforschung – von Zivilisationskrankheiten über Planetary Health bis hin zu Fragen der Ethik.

Am Samstag, 11. Juli 2026, um 18.30 Uhr wird der Fokus auf ein recht neues Phänomen gerichtet: Das boomende Geschäft mit der Langlebigkeit. Ob Nahrungsergänzungsmittel, Anti-Stress-Programme oder „Biohacking“ – die Versprechungen der Gesundheitsindustrie sind riesig. Die Diskussion hinterfragt kritisch, welche Strategien tatsächlich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, wie der Longevity-Trend gesellschaftlich zu bewerten ist und wie die Balance zwischen Social-Media-Hype und medizinischer Evidenz gelingt. Bei beiden Terminen ist das Publikum herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. Der Eintritt ist jeweils frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kostenlose Führungen durch die Ausstellung:

Täglich um 17 Uhr und am Wochenende sowie feiertags zusätzlich um 11 Uhr. Ein Audioguide in deutscher und englischer Sprache sowie eine Audiotour für Kinder stehen kostenlos zur Verfügung. Die Texte der Ausstellung sind auch auf Englisch, Polnisch und in Leichter Sprache erhältlich.

Anmeldung für Gruppen und Schulklassen: Ab zehn Personen ist eine Anmeldung unter der jeweiligen Station auf ms-wissenschaft.de/tour erforderlich. Termine für Schulklassen sind bereits ab 9 Uhr buchbar.

Über das Ausstellungsschiff

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft tourt seit 2002 jährlich durch Deutschland. Wissenschaft im Dialog (WiD) realisiert die Ausstellung mit Unterstützung der hinter WiD stehenden Wissenschaftsorganisationen und im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Die Exponate kommen direkt aus der Forschung und werden unter anderem entwickelt und zur Verfügung gestellt von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und DFG-geförderten Projekten, Hochschulen sowie weiteren Partnern.

Weitere Informationen zur Ausstellung unter www.ms-wissenschaft.de sowie

Informationen zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft unter www.wissenschaftsjahr.de.