FDP drängt auf Zukunftsinvestitionen für Bad Godesberg

Die Geschäftsaufgabe des Traditionshauses Gutenberg ist ein mehr als deutlicher Weck- und Warnruf. Die FDP Bad Godesberg fordert die konsequente Umsetzung der im Leitbildprozess aufgelisteten Maßnahmen für die Innenstadt. Einem sich durch Corona noch verstärkten Abschwung Bad Godesbergs soll so wirksam entgegengetreten werden.
Anlässlich der anstehenden Haushaltsberatungen rufen die Freien Demokraten dazu auf, endlich Zukunftsinvestitionen für Bad Godesberg einzuleiten. Die Liberalen erinnern daran, dass 2016 die Finanzierung des Leitbildprozess auf ihr Bestreben zustande kam und seit Antragstellung bis heute bereits 50 Monate vergangen sind, ohne dass es für Gewerbetreibende sowie Bürgerinnen und Bürger zu wahrnehmbaren Verbesserungen in der Innenstadt gekommen ist. Unter den Corona-Auswirkungen auf Handel, Gastronomie und Innenstadt seien neue und verschärfende Rahmbedingungen eingetreten. Darum setzt sich die FDP in einer aktuellen Großen Anfrage dafür ein, Bad Godesberg unter der neuen Stadtführung oberste Priorität einzuräumen. Seit Wegzug der Bundesregierung habe Bad Godesberg keine klare und vor allem langfristige Neuausrichtung gefunden. Mehr als 20 Jahren Irrfahrt für den Stadtbezirk müssten jetzt beendet werden, mit und trotz Corona, so der FDP-Bezirksverordnete Wolfgang Heedt.

Bad Godesberg sei in den Jahren 2015 und 2016 in überregionalen Medien in maßloser Übertreibung als Bronx am Rhein verrissen worden. Man habe damals bei der FDP die Idee für den Leitbildprozess entwickelt, um in Bad Godesberg nach Jahren des Unfriedens durch den Medizintourismus und nach dem schrecklichen Totschlag an der Rheinallee Aufbruchstimmung zu erzeugen. Im Ergebnis werde eine nachhaltige Neuausrichtung Bad Godesbergs als Hochschulstandort angestrebt, ebenfalls eine Idee der Liberalen, die diese seit 2015 in vielen Hintergrundgesprächen vorantreiben.

In ihrem damaligen Antrag, eingebracht von Ulli Hauschild und Werner Hümmrich, war begründet worden, dass der Leitbildprozess „unabdingbare und unbestrittene Voraussetzung für die zukünftige Entwicklung der Bad Godesberger Innenstadt und damit für das Handeln von Politik und Verwaltung ist“. Zuvor hatte Hausschild in den Jahren 2015 und 2016 für die Bad Godesberger Innenstadt wiederholt eine stärkere Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung, ein hauptamtliches Innenstadt-Management und ein Ende der Auswüchse des Medizintourismus eingefordert.

Was Bad Godesberg jetzt brauche, sei die Zuweisung bedarfsgerechter Ressourcen der Verwaltung, die Bereitstellung finanzieller Mittel, mehr Dynamik in der Umsetzung des beschlossenen Leitbilds sowie die Einhaltung von Zeitplänen, führt der FDP Stadtverordnete Achim Schröder aus. Und der FDP-Ortsvorsitzende Bernd Fesel ergänzt, die Corona-Krise verlange von allen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zupackendes Engagement und innovative Ideen.