Deutlich weniger Menschen im Jahr 2020 in Bonner City unterwegs – Rückgang von 8.999.123 (29,02 Prozent)

Auf Grund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Folgen für Einzelhandel und Gastronomie sind die Personen-Frequenzen in der Bonner Innenstadt im Jahr 2020 – im Vergleich zum Jahr 2019 – deutlich gesunken.

Dieses Fazit zieht das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn, das in regelmäßigen Abständen die Entwicklung der Personenfrequenzen in der Bonner Innenstadt analysiert. Die Auswertung basiert auf der Grundlage der rund um die Uhr zur Verfügung stehenden Daten von www.hystreet.com.

Die Personenfrequenzen werden an drei Stellen in Post-, Remigius- und Sternstraße gemessen. Während im Jahr 2019 insgesamt 31.006.587 Passantinnen und Passanten registriert wurden, waren es 22.007.464 im Jahr 2020; dies entspricht einem Rückgang von 8.999.123 (29,02 Prozent).

In der Poststraße wurden im Jahr 2019 insgesamt 11.356.676 Menschen gezählt, im Jahr 2020 hingegen nur 8.404.587 – ein Minus von 25,99 Prozent. In der Remigiusstraße sank die Personenfrequenz von 10.679.667 im Jahr 2019 auf 7.143.647 im Jahr 2020; dies entspricht einer Reduzierung von 33,11 Prozent. In der Sternstraße wurden im Jahr 8.970.244 Personen verzeichnet, im Jahr 2020 nur 6.459.230 – eine Differenz von 27,99 Prozent

Mit dem Lockdown ab Mitte März 2020 waren die Personenfrequenzen in der Innenstadt stark gefallen. Mit der stufenweisen Lockerung ab Mitte April 2020 stiegen die Zahlen zwar langsam wieder an, lagen aber fast durchgehend unter denen des Vorjahres: Es fehlten die Touristinnen und Touristen, vornehmlich jene aus dem Ausland. Aber auch die in der Region lebenden Menschen schienen die Innenstadt weniger zu besuchen.

Normalerweise steigt die Zahl der Passantinnen und Passanten in der Adventszeit stark an. Nach dem „Lockdown light“ und der Absage des Weihnachtsmarktes waren die Personenzahlen 2020 erwartungsgemäß gesunken, verharrten über mehrere Wochen auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Nach dem „harten Lockdown“ gingen die Frequenzen nach einem kurzen Aufflackern nach dessen Ankündigung noch stärker zurück. Kurz vor Weihnachten erreichten sie das niedrige Niveau des Frühjahres.

Darüber hinaus fehlten Besucherinnen und Besucher in der Innenstadt durch ausgefallene Veranstaltungen und verkaufsoffene Sonntage.

Besonders dramatisch waren die Verluste – knapp zwei Drittel gegenüber dem Dezember des Jahres 2019 – während des zweiten Lockdowns in der Adventszeit: Nach 3.440.355 Passantinnen und Passanten 2019 wurden 2020 lediglich 1.265.205 Personen registriert – ein Minus von 63,22 Prozent. Die drei Straßen im Einzelnen: Im Dezember sank die Zahl in der Poststraße von 1.330.184 auf 483.985 (minus 63,62 Prozent), in der Remigiusstraße von 1.191.503 auf 405.815 (minus 65,94 Prozent) und in der Sternstraße von 918.668 auf 375.405 (59,14 Prozent).