Betäubungsmittelhandel: Drogen kamen im Paket – Drei Tatverdächtige festgenommen

Nach Ermittlungen der EG Tannenbusch ergaben sich Hinweise auf einen 29-jährigen Bonner, der sich in einer Wohnung in Bonn-Tannenbusch aufhielt und sich dort nicht angemeldet hatte. Von dort aus ging er offenbar Drogengeschäften nach. Im Rahmen umfangreicher, zum Teil auch verdeckter Maßnahmen, des auf Rauschgiftkriminalität spezialisierten Kriminalkommissariats 33 und der EG Tannenbusch wurde festgestellt, dass der 29-Jährige Teile seines Betäubungsmittelhandels an einen 28-Jährigen im Bonner Norden abgegeben hatte. Der 29-jährige hatte sich zwischenzeitlich mit einem Versandhandel selbständig gemacht, der jedoch offenbar keine legalen Gründe hatte. Vielmehr nutzte er den Deckmantel des Versandhandels scheinbar, um sich aus dem Ausland unauffällig Pakete zusenden zu lassen. Als er am 01.10.2020 in Bonn-Duisdorf ein Paket aus Spanien entgegen nahm, wurde er von Beamten des zivilen Einsatztrupps und des KK 33 mit seiner Begleiterin festgenommen. In dem Paket befanden sich rund 6 kg Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von ca. 60.000 Euro. Während der 29-jährige Tatverdächtige und seine 44-jährige Begleiterin in das Polizeigewahrsam gebracht wurden, erfolgten durch Kriminalbeamte der Bonner Polizei Durchsuchungsmaßnahmen in Bonn und dem Rhein-Erft-Kreis. Hierbei wurde auch der 28-jährige Tatverdächtige angetroffen und festgenommen. In seiner Wohnung fanden die Ermittler weiteres Marihuana und Kokain. Die 44-Jährige wurde am Abend des 01.10.2020 aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Mangels Haftgründen wurde am 02.10.2020 auch der 28-jährige Tatverdächtige entlassen. Der 29-Jährige wurde am Nachmittag auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft wegen Einfuhrschmuggels einem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete.