566 neue Straßenbäume für Bonn

Zum Ende der aktuellen Pflanzperiode zieht das Amt für Stadtgrün Bilanz: Seit Anfang 2019 wurden 566 neue Straßenbäume im Bonner Stadtgebiet gepflanzt. Davon wurden 462 Stück als Ersatz für gefällte Bäume gepflanzt – das sind rund 350 mehr als in den vergangenen Jahren. 104 Bäume wurden an neuen Standorten im Zuge von Straßenausbauarbeiten gepflanzt.

Die meisten Ersatzpflanzungen gab es in Bad Godesberg, da in diesem Stadtbezirk der Anteil von leeren Baumbeeten am größten war. 192 Bäume wurden als Ersatz an Standorten am Hochkreuz, in Schweinheim, in Muffendorf, in Rüngsdorf, im Villenviertel und in Mehlem gepflanzt.

Im Stadtbezirk Bonn wurden 141 Bäume als Ersatz für gefällte Bäume in Poppelsdorf, in der Südstadt, in Tannenbusch, in Dransdorf, in der Innenstadt, am Rheinufer und in Kessenich gepflanzt. Mit Blick auf das Beethoven-Jubiläumsjahr lag ein besonderer Schwerpunkt darauf, den Baumbestand in der Innenstadt und in den beliebten Kirschbaumalleen in der Altstadt zu vervollständigen. Insgesamt 29 neue Zierkirschen blühen in diesem Jahr in der Altstadt.

Im Stadtbezirk Beuel gab es insgesamt 70 Ersatzpflanzungen in Kohlkaul, Vilich-Rheindorf, Schwarzrheindorf, Beuel-Mitte und im Combahnviertel. Im Stadbezirk Hardtberg wurden auf dem Brüser Berg insgesamt 59 Straßenbäume als Ersatz gepflanzt.

104 neue Baumstandorte wurden im Zuge von Straßenausbauarbeiten geschaffen, etwa im Baugebiet „Am Hölder“, in Auerberg, in der Römerstraße oder am Kreisverkehr am Alten Friedhof.

Mehr Ersatz-Bäume als in den Vorjahren
Mit 462 Ersatzpflanzungen seit 2019 wurden zuletzt deutlich mehr leere Baumbeete bestückt als in den Vorjahren. Das liegt auch daran, dass in den vergangenen Monaten aufgrund der extrem trockenen Sommer 2018 und 2019 mehr Bäume gefällt werden mussten. Für die Nachpflanzungen wählt das Amt für Stadtgrün insbesondere Baumarten aus, die mit den sich verändernden klimatischen Bedingungen gut zurechtkommen, wie zum Beispiel die Hopfenbuche, den Zürgelbaum oder den Tupelobaum.

Weitere Ersatzpflanzungen in allen vier Stadtbezirken sind für die nächste Pflanzperiode im kommenden Herbst und Winter geplant, die entsprechenden Ausschreibungen beginnen in Kürze. Die Baumstandorte sollen bereits in den Sommer- und frühen Herbstmonaten vorbereitet werden, so dass voraussichtlich ab Mitte November gepflanzt werden kann.

Aufwendige Standortsanierung vor der Pflanzung
Bevor die neuen Bäume gepflanzt werden können, müssen die Baumbeete in der Regel aufwendig saniert werden. Die meisten vorhandenen Baumscheiben sind nach dem heutigen Stand der Technik zu klein, daher prüfen die Mitarbeitenden des Amtes für Stadtgrün zunächst, ob sie vergrößert werden können. „Optimal ist eine zwölf Kubikmeter große Pflanzgrube. Bei einer Grubentiefe von 1,5 Metern müssten die Baumscheiben am Straßenrand mindestens zwei Meter breit und vier Meter lang sein. Insbesondere in den alten, engeren Stadtvierteln ist dieser Platz aber in den seltensten Fällen vorhanden. Hier optimieren wir, soweit es möglich ist“, erklärt Dieter Fuchs, Leiter des Amtes für Stadtgrün.

Nachdem die Pflanzgrube soweit wie möglich vergrößert wurde, tauschen die Mitarbeitenden die Erde aus und bauen einen Wurzelschutz ein, um benachbarte Leitungen zu schützen. Oberirdisch wird die Baumscheibe mit Pollern oder Baumschutzbügeln gesichert und das Beet wird mit unterschiedlichen Bodendeckern oder insektenfreundlichen Staudenmischungen bepflanzt.

Gepflanzt werden Bäume mit einem Stammumfang von 20 bis 25 Zentimetern. Diese Bäume sind zum Zeitpunkt der Pflanzung in der Stadt bereits circa zehn Jahre alt. Die neuen Bäume haben schon eine stattliche Höhe von circa fünf Metern und einen Kronendurchmesser von circa zwei Metern.

Kosten für Baumpflanzungen wegen hoher Nachfrage gestiegen
Aufgrund der starken Nachfrage sind die Kosten für Baumpflanzungen im Laufe der vergangenen Monate deutlich gestiegen: Konnte Anfang 2019 noch mit Kosten von circa 2500 Euro pro Baum kalkuliert werden, so lagen die Angebotspreise Anfang 2020 bereits bei bis zu 4200 Euro pro Baum. In den Kosten sind neben der Standortsanierung auch zwei Jahre Pflege und vier Jahre Wässerung durch die beauftragte Landschaftsbaufirma enthalten. Der Baum selber stellt finanziell den kleinsten Faktor da.

Insgesamt hat die Stadt Bonn seit Beginn 2019 bis jetzt rund 1.738.000 Euro in Ersatzpflanzungen von Straßenbäumen investiert. Nicht enthalten in dieser Summe sind die Kosten für Neupflanzungen im Rahmen des Straßenausbaus, die mit rund 440.000 Euro zu Buche schlugen.

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