Tourismus: Bonn und Region ungebrochen beliebt

Die gestiegenen Zahlen für das erste Halbjahr 2019 für die Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis zeigen, dass die Region für Besucher und Tagungsgäste ein attraktives Ziel ist. Durch eine stetige Profilierung im Natur- und Kulturtourismus sowie im Geschäftsreise- und Tagungsbereich soll die Marktposition weiter qualitätsorientiert ausgebaut werden.

Steigerung von 7,1 Prozent in Bonn
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 haben insgesamt 1 455 371 Gäste in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis übernachtet. Das ist ein Plus von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahlen wurden heute vom Landesamt NRW veröffentlicht.
In Bonn gab es bei den Übernachtungen eine Steigerung von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt lag die Anzahl der Übernachtungen im ersten halben Jahr damit bei 820 331.
Aus Deutschland übernachteten 648 070 Gäste (+8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) in Bonn, aus dem Ausland waren es 172 261 (+3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Die meisten ausländischen Gäste kamen aus den USA mit 16 982 (9,9 Prozent Anteil an allen ausländischen Gästen), aus dem Vereinigten Königreich 14 831 (8,6 Prozent Anteil) und aus den Niederlanden 13 271 (7,7 Prozent Anteil). Im Durchschnitt blieben die Gäste 1,9 Tage in Bonn.
Bei den Gästeankünften konnte die Stadt Bonn im ersten Halbjahr 443 101 verzeichnen (+8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), davon waren es 82 150 Gästeankünfte aus dem Ausland (+7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).

OB Sridharan: „Sind auf gutem Niveau gestartet“
Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan zeigt sich zufrieden: „Wir sind mit den Übernachtungszahlen auf einem guten und stabilen Niveau ins Jahr 2019 gestartet. Das ist sicher nicht zuletzt den vielfältigen und vor allem hochkarätigen kulturellen Angeboten in Bonn geschuldet. Jetzt schauen wir auf das Beethovenjahr, das am 16. Dezember 2019 beginnt und bis zum 17. Dezember 2020 andauert. Ich bin sicher, dass die zahlreichen attraktiven Veranstaltungen und die Neugestaltung des Beethoven-Hauses einen hohen Zuspruch auch internationaler Gäste mit sich bringen wird.“

Leichtes Plus im Rhein-Sieg-Kreis
Im Rhein-Sieg-Kreis gab es bei den Übernachtungen von Januar bis Juni 2019 ein leichtes Plus von 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Insgesamt übernachteten im ersten halben Jahr 635 040 Gäste im Kreis. Dabei kamen 547 744 (+2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) aus Deutschland, 87 296 Gäste aus dem Ausland (+2,2 Prozent) Die meisten ausländischen Gäste, die im Rhein-Sieg-Kreis übernachteten, reisten aus den Niederlanden an mit 15 346 (17,6 Prozent Anteil an allen ausländischen Gästen), aus Polen 9 609 (11,0 Prozent Anteil) und aus Belgien 8 418 (9,6 Prozent Anteil) in den Rhein-Sieg-Kreis.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste betrug im Rhein-Sieg-Kreis 2,1 Tage.
Bei den Gästeankünften waren im Rhein-Sieg-Kreis 302 642 (+ 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) zu verzeichnen, davon 39 852 aus dem Ausland (+ 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Landrat Sebastian Schuster sieht die Entwicklung positiv: „Der kontinuierliche Ausbau unserer Aktivangebote macht sich bemerkbar. Damit befindet der Rhein-Sieg-Kreis sich im Trend des beliebten Aktivtourismus. Gerade erst haben wir im Mai die über 100 km lange Radstrecke Rheinische Apfelroute eröffnet, die bereits jetzt sehr gut angenommen wird. Bei der Eröffnung des Römerkanalinformationszentrums in Rheinbach im September hoffen wir auf ebenfalls hohes Interesse. Es wird zentrales Besucherzentrum und Anlaufstelle für den 116 km langen Römerkanalwanderweg werden. Ungebrochen ist natürlich die Anziehungskraft des Siebengebirges mit dem Drachenfelsplateau, Schloss Drachenburg und dem Petersberg.“

Kombination aus Städtereise und Naturerlebnis
„Die Kombination aus Städtereise und Naturerlebnis steht bei den Touristen ganz oben auf dem Attraktivitäts-Barometer. Hier sind wir Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis in einer komfortablen Lage“, so Udo Schäfer, Geschäftsführer der Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler (T&C). „Dazu kommt der bundesweite Trend, im eigenen Land Urlaub zu machen und in Deutschland auf Städtetour zu gehen, auch bei uns an. Im ersten Halbjahr 2019 bewegen wir uns auf einem wachsenden, guten Niveau wie schon im starken Vorjahreszeitraum sowohl beim Freizeittourismus wie auch im Geschäfts- und Tagungsbereich.
Beliebte Großveranstaltungen wie Rhein in Flammen oder vorausblickend Pützchens Markt ziehen auch jedes Jahr viele Besucher nach Bonn. Auch bei den Jubiläen wie 70 Jahre Grundgesetz und 25 Jahre Haus der Geschichte hat sich gezeigt, dass das politische Erbe Bonns ein Publikumsmagnet ist und bleibt. Als Kongress- und Tagungsort hat sich Bonn etabliert, national und international. Bei der 50.Tagung der Nebenorgane der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) im Juni beispielsweise trafen sich rund 3.000 Delegierte, beim Global Media Forum der Deutschen Welle waren es rund 2.000 und beim Global Festival of Action im Mai rund 1.000 Teilnehmer, ebenso viele waren es beim Global Landscape Forum im Juni. Auch die Conventions FedCon und MagicCon 2019 im Maritim Hotel Bonn waren mit jeweils über 5000 Teilnehmern gut besucht.“
Udo Schäfer ergänzt: „Unser Ziel ist es, die Angebote unserer vielfältigen und wunderschönen Region den Besuchern möglichst komfortabel anzubieten. Unser Online-Hotelreservierungssystem bietet zahlreiche Kombipakete für die Kunstrasen-Konzerte, die Kirschblüte, das Beethovenfestival, die Museumsmeile, sowie die Naturregion Sieg und den romantischen Rhein mit dem Siebengebirge. Genauso sind wir natürlich auch für Individualreisende zentraler Ansprechpartner. Mit Start des Beethoven-Jubiläumsjahres im Dezember bieten wir zudem ein reichhaltiges Angebot für Kulturtouristen.“
Seitens des Tourismus-Experten der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Prof.Dr. Stephan Wimmers, heißt es: „Mit Blick auf den Tourismus als entscheidenden Wachstums-Faktor für die Region muss das Destinationsmarketing jetzt zukunftsorientiert voranschreiten. Für die T & C ist eine entsprechend gute Ausstattung mit Mitteln von zentraler Bedeutung, um dem großen Einfluss der Digitalisierung und dem internationalen Wettbewerb um die Gäste von morgen gerecht zu werden. Auch die Angebote für den Ausbau des Wochenendtourismus müssen vorangetrieben werden.“