Schlagwort-Archive: Zeitfenster

Bonn als Kongressstadt im Zeitfenster September

Das Zeitfenster des Stadtarchivs im September stellt Bonn als Kongressstadt mit der „Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte“ im Jahr 1857 vor.

Beim Ordnen einer Sammlung von Kleindrucken im Stadtarchiv wurde ein dünnes Heft mit dem Titel „Mooslob“ entdeckt. Dieses enthält ein Gedicht von Dr. Karl Friedrich Schimper. Es beschreibt verschiedene Moosarten, und enthält einen Anhang mit wissenschaftlichen Bemerkungen und dem Hinweis, dass der Autor darüber auf einer Naturforschertagung (18. bis 24. September 1857) in Bonn berichtet hat.

Bonn ist schon lange eine wichtige Kongressstadt

Davon zeugen die Bestände der Stadthistorischen Bibliothek mit einer reichen Sammlung von Kongressberichten und Kongressprogrammen. So wurde Bonn 1857 Veranstaltungsort für die seit 1822 jährlich stattfindende „Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte“. Bonn als Kongressstadt im Zeitfenster September weiterlesen

Das Zeitfenster im Juni: Die Bonner Nordbrücke wird 50 Jahre

Das Stadtarchiv und die Stadthistorische Bibliothek Bonn präsentieren im Zeitfenster für den Monat Juni eine Fotografie aus dem Jahr 1967. Es handelt sich dabei um die Friedrich-Ebert-Brücke, auch bekannt als Nordbrücke, die im Juni 2017 50 Jahre alt wird.

Die Nordbrücke wurde am 28. Juni 1967 als zweite Bonner Brücke eingeweiht. Seitdem verbindet sie die nördlichen Teile der Bonner Stadtbezirke Beuel und Bonn und dient als Nordtangente, die die Autobahn A 555 linksrheinisch mit der Autobahn A 59 rechtsrheinisch verbindet. Durch den Bau der Brücke konnte eine merkliche Verkehrsentlastung auf den Umgehungsstraßen und in der Innenstadt Bonn festgestellt werden.

Bei der Brücke selbst handelt es sich um eine sogenannte zweihüftige Schrägseilbrücke. Dies bedeutet: Sie hat zwei Pylonen, an denen Schrägseile jeweils rechts und links hängen, die das gesamte Gewicht der Brücke tragen. Benannt wurde sie nach dem ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert.

Das Zeitfenster
Schlaglichter auf die lange Geschichte der Bundesstadt Bonn sollen neugierig machen und zu Forschungen im Stadtarchiv ermuntern: www.bonn.de/@zeitfenster

„R(h)einperspektiven“ im Zeitfenster im April

Das Stadtarchiv Bonn ist mit seiner Ausstellung: „R(h)einperspektiven. Fotografien von Volker Lannert“ im Rahmen der „Bonner Geschichten“ im Haus der Bildung zu Gast. Die Ausstellung ist in diesem Monat Thema des Zeitfensters. Der Ausstellungskatalog „R(h)einperspektiven.“ kann online über das Stadtarchiv Bonn bestellt werden. Außerdem ist er im Buchhandel erhältlich.

Viele der rund 60 Bilder des bekannten Bonner Fotografen Volker Lannert wurden bereits im Herbst 2016 im „Haus an der Redoute“ in Bad Godesberg ausgestellt – nun wurde die Ausstellung um einige „brandaktuelle“ Motive erweitert, die unter anderem die Sprengung des Bonn-Centers zum Thema haben. In eindrucksvoller Weise verdeutlicht Volker Lannert seine persönliche Sicht auf die Stadt Bonn, deren Entwicklung er in den letzten zehn Jahren mit der Digitalkamera festgehalten hat.

Den Ausstellungskatalog „R(h)einperspektiven.“ mit informativem Text sowie einer ausführlichen Biographie hat das Stadtarchiv Bonn herausgegeben. Er kann für zehn Euro online über www.bonn.de/@buchbestellung bezogen werden und ist zudem im Buchhandel erhältlich.

Die Fotoausstellung wird bis zum 4. Mai im Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, im Rahmen der VHS-Reihe „Bonner Geschichten“ auf den Etagen zwei und drei gezeigt. Sie kann kostenfrei zu den Öffnungszeiten – Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr – besichtigt werden.

Das Zeitfenster
Im Zeitfenster stellt das Stadtarchiv monatlich ein Stück aus seinen Beständen vor. Mittelalterliche Urkunden, Beispiele aus der Bildsammlung, Fotos, Grafiken, Akten und andere Dokumente sowie historische Bücher sind mit einer kurzen Erklärung versehen und werfen Schlaglichter auf die lange Geschichte der Stadt Bonn. Sie sollen neugierig machen und zu Forschungen im Stadtarchiv ermuntern. Das Zeitfenster öffnet sich unter www.bonn.de/@zeitfenster

Das Plakat zum Bonner Beethovenfest 1939 im Zeitfenster

Im März stellt das Stadtarchiv und die Stadthistorische Bibliothek Bonn in der Rubrik Zeitfenster ein weiteres Stück aus ihren Beständen vor: Das Plakat zum Volkstümlichen Bonner Beethovenfest 1939 von Hans Pape.

Die Bonner Plakatsammlung umfasst rund 20 000 Plakate, darunter eines zum IX. Volkstümlichen Bonner Beethovenfest vom 14. bis 18. Mai 1939. Das Plakat (49,5 cm x 29,1 cm) entwarf der Künstler Hans Pape (1894-1970) im Auftrag des Städtischen Verkehrsamts Bonn und wurde in der Bonner Druckerei H. Roeder gedruckt.

Es zeigt den gezeichneten Kopf von Beethoven als Maske vor einem schwarzen Hintergrund. Hans Pape hat hier die vom Wiener Bildhauer Franz Klein (1779-1840) im Jahre 1812 abgenommenen Lebendmaske Beethovens frei verarbeitet. Sie erinnert eher an eine Totenmaske – eine typische Ästhetik des Totenkultes, wie sie aus dem Dritten Reich bekannt ist. Beethoven wirkt wie ein römischer Imperator und die Dramatik des Plakats wird nochmals gesteigert, ganz im Sinne des Heldenkults der Nationalsozialisten.

Hans Pape, der unter anderem an der berühmten Münchner Akademie für Bildende Künste studierte, machte sich nicht nur als Maler und Graphiker einen Namen, sondern trat auch als Buchillustrator hervor.

Obwohl die Nationalsozialisten im Jahre 1937 drei von Papes Werken als „Entartete Kunst“ beschlagnahmten, wurde zwei Jahre später sein Plakatentwurf zum Beethovenfest moderner Prägung übernommen, das von der Pianistin Elly Ney im Jahre 1931 ins Leben gerufen worden war.

Das Zeitfenster
Im Zeitfenster stellt das Stadtarchiv monatlich ein Stück aus seinen Beständen vor. Mittelalterliche Urkunden, Beispiele aus der Bildsammlung, Fotos, Grafiken, Akten und andere Dokumente sowie historische Bücher sind mit einer kurzen Erklärung versehen und werfen Schlaglichter auf die lange Geschichte der Stadt Bonn. Sie sollen neugierig machen und zu Forschungen im Stadtarchiv ermuntern. www.bonn.de/@zeitfenster