Schlagwort-Archive: Holger Schmidt

Paulusheim-Gelände: Geplante Neubebauung nimmt zu wenig Rücksicht auf Umgebung und Grünfläche

Noch ist das Paulusheim in Endenich Wohnort für Flüchtlinge, doch diese städtische Nutzung wird bald enden. Das gesamte Gelände wird zukünftig weitgehend bebaut werden, und zwar nach jetzigen Plänen in einer Weise, die nicht akzeptabel ist. Weder wird die parkähnliche Grünanlage samt Bäumen ausreichend geschont, noch werden die neuen Gebäude wenigstens ansatzweise an die vorhandene Bebauung der Umgebung, das bestehen bleibende Haupt- und Schumannhaus angepasst.[1] „Wenn letztlich nur etwas Begleitgrün für bessere Eigentumswohnungen übrigbleibt und der Investor ansonsten so bauen darf, als wäre man auf der grünen Wiese, wird das der Lage nahe am Ortszentrum von Endenich und den teilweise historischen Gebäude im Umfeld nicht gerecht. Trotz Wohnungsbedarfs muss auch in solchen innerstädtischen Lagen die städtebauliche Qualität noch ein entscheidendes Kriterium sein.“, so Holger Schmidt. Paulusheim-Gelände: Geplante Neubebauung nimmt zu wenig Rücksicht auf Umgebung und Grünfläche weiterlesen

Sozialer Wohnungsbau: Später, aber ein kleiner Fortschritt

Zu den per Änderungsantrag vorgelegten Vorschlägen der Koalition hinsichtlich einer 30%-Quote für sozialen Wohnungsbau erklärt Holger Schmidt, planungs- und sozialpolitischer Sprecher der Linksfraktion Bonn:

Sozialer Wohnungsbau: Später, aber ein kleiner Fortschritt

Nachdem die Ratsmehrheit über fünf Jahre lang eine verbindliche Quote für Sozialwohnungen blockiert hat, ist sie nun auch zu der Einsicht gekommen, dass allein mit Appellen kein preisgünstiger und sozialer Wohnraum in Bonn entsteht. Den zum wiederholten Mal eingebrachten Antrag der Linksfraktion für einen 30%-Anteil sozialem Wohnraum bei Neubauvorhaben mit erforderlichem Planungsrecht hat die Koalition nun endlich zum Anlass für einen eigenen Quotenvorschlag genommen.
Immerhin soll zukünftig ein 30%-Anteil von Sozialwohnungen verbindlich sein, allerdings erst bei Neubauvorhaben mit mehr als 25 Wohnungen und aufgeweicht um einen möglichen 10%igen Anteil von geförderten Eigentums- statt Mietwohnungen. Eine grundsätzlich positive Ergänzung ist der zusätzlich geforderte Anteil preisgünstigerer Wohnungen, der jedoch auch wieder von Eigentumswohnungen abgedeckt werden kann. Vor dem Hintergrund der sehr viel größeren Nachfrage bei preisgünstigen Mietwohnungen ist das unverständlich. Sozialer Wohnungsbau: Später, aber ein kleiner Fortschritt weiterlesen