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Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle

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Es geht um nichts weniger als ein historisches Vermächtnis: In 630 Stunden hat Helmut Kohl seine Lebenserinnerungen zu Protokoll gegeben. Sein Gesprächspartner: der Historiker, Journalist und Autor Heribert Schwan, den Helmut Kohl als Ghostwriter seiner Memoiren ausgewählt hatte. Drei Bände der Erinnerungen des Kanzlers sind erschienen, dann endete die Zusammenarbeit jäh. Zuletzt ist auf öffentlicher Bühne ein Kampf um die »Deutungshoheit über ein politisches Leben« (Berliner Zeitung) entbrannt: Wie ist Helmut Kohls Wirken zu verstehen? Was ist wahr, was ist verzerrt am Bild dieses Jahrhundertpolitikers? Durch wen erfahren wir, wie er dachte, taktierte, handelte?

Am besten durch den Altkanzler selbst, ungefiltert, in seinen eigenen Worten – anhand der »Kohl-Protokolle«. Erstmals werden sie hier der Öffentlichkeit vorgelegt.

Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle

Helmut Kohl: Vom Mauerfall zur Wiedervereinigung: Meine Erinnerungen

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Die Erinnerungen Helmut Kohls an den deutschen Einigungsprozess sind eine spannende Zeitreise zurück in die Jahre 1989/90. Es wird deutlich, warum der Mauerfall in Berlin am 9. November 1989 nicht schon die Einheit Deutschlands bedeutete und dass das schmale Zeitfenster der Wiedervereinigung jederzeit hätte zufallen können.
Die Schilderungen Helmut Kohls stehen dafür, dass es den unbedingten politischen Willen zur Einheit sowie die klare und zugleich vorsichtige politische Führung brauchte, damit die Deutschen am 3. Oktober 1990 die Wiedervereinigung feiern konnten.
Helmut Kohl zeigt die vielen Einzelaspekte jener Tage auf: Sie reichen von westeuropäischer Zögerlichkeit, innerparteilichen Intrigen und innerdeutscher Gegenwehr über die schwierigen Verhandlungen mit der DDR und der Sowjetunion, den unverzichtbaren engen Schulterschluss mit dem US-Präsidenten, den Wechselkurs zwischen D-Mark und DDR-Mark bis hin zu den existentiellen Fragen der vollen Souveränität und der Nato-Mitgliedschaft Gesamtdeutschlands. Es wird deutlich: Jeder Tag war ein politischer Balanceakt.
Dazu gehört auch die zentrale Bedeutung seines 10-Punkte-Plans vom November 1989, in dem Helmut Kohl die Einheit Deutschlands als Ziel klar benannte: damit gab der deutsche Bundeskanzler die Richtung vor und verhinderte, dass sich die Diskussion auf zweistaatliche Lösungen konzentrierte, wie es die Modrow’sche Vertragsgemeinschaft vorsah und es auch manchem in Deutschland und in Europa recht gewesen wäre.
Der Kanzler der Einheit, für den die deutsche Einheit und die europäische Einigung immer zwei Seiten derselben Medaille waren, erklärt, warum Vertrauen gerade in diesen Tagen so wichtig war.
Zum Schluss formuliert der Ehrenbürger Europas den Auftrag an alle Deutschen, der sich aus der Einheit unseres Landes einmal mehr ergibt: Die Vollendung auch der europäischen Einigung als der zweiten Seite derselben Medaille.

Helmut Kohl: Vom Mauerfall zur Wiedervereinigung: Meine Erinnerungen

Oberbürgermeister Ashok Sridharan zum Tod von Altbundeskanzler Helmut Kohl

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Mit großer Trauer habe ich die Nachricht vom Tode Helmut Kohls zur Kenntnis genommen. Ein großer Europäer und die deutsche Wiedervereinigung – zwei Begriffe, die untrennbar mit dem jahrzehntelangen politischen Wirken des Altbundeskanzlers verbunden sind; sie zu würdigen, sind andere berufener als ich. Beide Begriffe habe aber ganz viel mit Bonn zu tun, der Stadt, in der Helmut Kohl als Bundeskanzler von 1982 bis 1998 zum Wohle des Landes und Europas wirkte.

Selbst Historiker, konnte Kohl die einzigartige Bedeutung ermessen, die in der Möglichkeit lag, die Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg wieder als respektiertes Mitglied in den Kreis der Weltgemeinschaft einzutreten. Er war aus tiefster Überzeugung Europäer und trat von Bonn aus mit aller Kraft für das friedliche Miteinander in Europa ein.

In Bonn wurden unter seiner Ägide auch die Weichen für die Wiedervereinigung Deutschlands gestellt, und auch wenn es für Bonn den Verlust des Bundeshauptstadt-Status bedeutete: Die Wiedervereinigung war ein „Geschenk“ wie er es selbst nannte. Er tat dies unter anderem in seiner Rede zur Eröffnung des Hauses der Geschichte am 14. Juni 1994, jenes Museums, das wesentlich auf seine Initiative zurückging. In seiner Regierungserklärung vom 13. Oktober 1982 hatte er die Gründung einer Stiftung angekündigt, mit dem Ziel, die Geschichte der Bundesrepublik nach dem Krieg zu dokumentieren. Das vielbesuchte Museum wird – wie so manches andere aus der Ära seiner Kanzlerschaft – stets an ihn erinnern. Und das nicht nur wegen seiner dort ausgestellten dunkelblauen Strickjahre, die er trug, als er im Juli 1990 mit Michail Gorbatschow im Kaukasus über die Einzelheiten der deutschen Wiedervereinigung verhandelte.

Auch persönlich habe ich Erinnerungen an den „Kanzler der Einheit“: Ich habe ihn in meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Justitiariats der CDU/SCU-Bundestagsfraktion persönlich kennengelernt und mehrmals getroffen. Er hat mich damals mit seiner Persönlichkeit tief beeindruckt.

Bonn und Helmut Kohl sind untrennbar miteinander verbunden. Die Bundesstadt, die ihm so viel zu verdanken hat, wird sein Andenken immer in Ehren halten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt nach Bonn!

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Die Vorsitzende der CDU Deutschlands, Bundeskanzlerin Angela Merkel, kommt am Donnerstag, den 4. Mai in die Bundesstadt. Gemeinsam mit den Landtagskandidaten Guido Déus und Dr. Christos Katzidis sowie der Bundestagsabgeordneten Dr. Claudia Lücking-Michel wird sie um 16 Uhr in der Stadthalle Bad Godesberg sein. Einlass ist ab 14.00 Uhr. Ab 15.00 Uhr wird es ein informatives und musikalisches Vorprogramm geben. Die Bonner CDU lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich zur Teilnahme ein.

Der Kreisvorsitzende der Bonner CDU und Landtagskandidat, Dr. Christos Katzidis, und sein Kandidatenkollegen Guido Déus freuen sich auf den Besuch der CDU-Bundesvorsitzenden:
Auf Angela Merkel ist Verlass. Mit ihrem Besuch zeigt sie, dass der Wahlkampf in NRW eine hohe bundespolitische Bedeutung hat. Wir freuen uns, dass Bonn nach vier Jahren Angela Merkel wieder bei einer Wahlkampfveranstaltung begrüßen darf! Wir freuen uns über die Unterstützung der Kanzlerin, die damit auch zum Ausdruck bringt, dass ihr NRW und Bonn am Herzen liegen,“ so die beiden CDU-Politiker. Weiterlesen