Lernförderung in Erweiterungskursen: Stadt lenkt ein

Zur Mitteilungsvorlage (Drs. 1710820) bezogen auf die Mittelverwendung von Bildung und Teilhabe erklärt Anatol Koch, schulpolitischer Sprecher der Linksfraktion Bonn.

Lernförderung in Erweiterungskursen: Stadt lenkt ein

Im Streit um die Gewährung von Lernförderung in Erweiterungskursen an Haupt- und Gesamtschulen lenkt die Stadt jetzt ein. In einer Mitteilungsvorlage zum Schulausschuss heißt es jetzt, dass Anträge auf Lernförderung für SchülerInnen in Erweiterungskursen zur Erreichung eines besseren Schulabschlusses „nach Prüfung der üblichen Voraussetzungen in der Regel bewilligt“[1] werden. Noch im Januar hatte die Verwaltung auf Anfrage der Linksfraktion mitgeteilt, dass Lernförderung „grundsätzlich abgelehnt“[2] wird, wenn sie beantragt und benötigt wird, um einen besseren Schulabschluss zu erreichen. Die Änderung der Verwaltungspraxis bestätigt, dass die Linksfraktion mit ihrer Kritik richtig lag.
Erweiterungskurse bieten SchülerInnen aus sozial benachteiligten Familien oft die einzige Möglichkeit, aus der Hauptschule heraus den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) und damit den Zugang zu weiterführenden Schulen zu erlangen. In Gesamtschulen wird ähnlich in Grund- und Leistungsebenen differenziert. Auch hier kann Lernförderung wichtige Unterstützung bieten, um einen besseren Schulabschluss zu erlangen, der die Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt deutlich verbessern kann.
„Wir begrüßen die Abkehr der Verwaltung von ihrer restriktiven Ablehnungspolitik. Wir bedauern aber, dass erst ein Schreiben der Linksfraktion an die Landesregierung und deren Antwort offenbar ein Umdenken bei der Stadtverwaltung auslöste. Jetzt muss noch geklärt werden, wie mit rechtswidrig abgelehnten Anträgen aus der Vergangenheit umgegangen wird. Hier wäre beim Vorliegen der Voraussetzungen eine rückwirkende Bewilligung angebracht.“, so Koch abschließend.

[1] Vgl. Mitteilungsvorlage Drs. 1710820, Link: http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/17/1710820.pdf
2 Vgl. Stellungnahme der Verwaltung, Drs. 1613775ST2, Link: http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/16/1613775ST2.pdf

Bürgerentscheid: Stadtsportbund macht politisches Theater

Zum Streit um die Rolle der Freibäder im laufenden Bürgerentscheid erklärt Tobias Haßdenteufel, sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion:

Bürgerentscheid: Stadtsportbund macht politisches Theater

Der Stadtsportbund hat in seiner Pressemitteilung vom heutigen Dienstag seine Entrüstung über „Falschinformationen, mit denen die SPD auf Stimmenfang geht“ zum Ausdruck gebracht und ist „bestürzt über den Stil der Auseinandersetzung“. Als Beleg wird ein Flyer der SPD zitiert, in dem die Partei den geplanten Badneubau mit möglichen Freibadschließungen in Zusammenhang bringt. Im gleichen Abschnitt, in dem die Sozialdemokraten der Lüge bezichtigt werden, findet sich allerdings auch folgender Satz des SSB-Vorsitzenden Michael Scharf:
„Dadurch, dass beim Neubau in Dottendorf bewusst auf einen größeren Freibadteil verzichtet wird, hat die Politik ein klares Zeichen gesetzt, dass nicht daran gedacht wird, andere Freibäder zu schließen.“
Dieser Satz ist schlicht falsch und irreführend. In denselben Sitzungen, in denen Sportausschuss und Stadtrat die Schließung des Kurfürstenbades und den Badneubau beschlossen haben, wurde von der Ratsmehrheit auch die Abgabe von Freibädern beschlossen.[1] Zunächst soll mit privaten Interessenten über die Übernahme von Freibädern verhandelt werden. Diese Gespräche finden oder fanden laut Aussage des Sportdezernenten für mindestens zwei Freibäder bereits statt. Wenn dies aber nicht den nötigen Erfolg hat, soll es, so der zweite Punkt im Beschluss, zu „Veränderung in der Bäderlandschaft“, sprich: Schließung von Freibadstandorten kommen.
Der SSB verschweigt diese wichtigen Informationen und behauptet stattdessen, Freibadschließungen stünden überhaupt nicht im Raum. Vor diesem Hintergrund wirkt die tiefe Entrüstung über angebliche Lügen der SPD unglaubwürdig und fast schon lächerlich. Von allen beim Bürgerentscheid beteiligten Parteien beherrscht der SSB das politische Theater offensichtlich am besten.

[1] Siehe http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/16/1612543.pdf.

Die Zukunft der Bonner Bäderlandschaft ist bedroht

Infostand der Jungen Union Bonn in der Bonner Innenstadt, um die Bonner Bürger über die Wichtigkeit ihrer Entscheidung zu informieren und für ein "Nein" im Bürgerentscheid zu werben.
Infostand der Jungen Union Bonn in der Bonner Innenstadt, um die Bonner Bürger über die Wichtigkeit ihrer Entscheidung zu informieren und für ein „Nein“ im Bürgerentscheid zu werben.

Der erste Bürgerentscheid der Stadt Bonn mit der Frage, ob das Kurfürstenbad bestehen bleibt, entscheidet nicht nur über das Schwimmbad in Bad Godesberg. Er kann auch die Gesamtsituation der Bonner Bäderpolitik in eine falsche, uneffektive Richtung lenken, was auch die Junge Union (JU) Bonn-Zentral verhindern will.

Aus diesem Grund war der Stadtbezirksverband mit rund 10 Mitgliedern am Samstag Mittag mit einem Infostand in der Bonner Innenstadt präsent, um die Bonner Bürger über die Wichtigkeit ihrer Entscheidung zu informieren und für ein „Nein“ im Bürgerentscheid zu werben.

Durch den Bürgerentscheid kann es dazu kommen, dass das Kurfürstenbad nach teuren Sanierungen wieder in Betrieb genommen wird. Doch was würde dies bedeuten? Es wäre ein herber Rückschlag für die gesamte Entwicklung der Stadt. Abgesehen davon, dass die Entscheidung für eine Sanierung durch teils fehlende Finanzmittel und weitere nötige Entscheidungen im Rat zunächst zu einer Bauruine führen würde, würde dies auch noch die weiteren Pläne stark beeinträchtigen. Die Investitionsmittel für die anderen Bonner Bäder wie das Hardtbergbad und die Beueler Bütt würden wegen der Sanierungskosten von über zehn Millionen Euro verloren gehen. Auch die Realisierung des neuen, modernen Schwimmbades im Herzen Bonns würde sich zu einem Wunschgedanken der Sportvereine, Schulen und Bonner Bäderbesucher auflösen.

Die zunächst vernünftig klingenden Gegenpositionen, die das Zugehörigkeitsgefühl und die Ortsgebundenheit der Bad Godesberger unterstreichen, bringen erhebliche Folgen für die gesamte Stadt mit sich. Die Schwimmbaddichte ist in Bonn bereits unüblich hoch, jedoch gibt es kein zentrales, großes Schwimmbad mit Wellness, Sauna, Gastronomie sowie Spiel- und Spaßmöglichkeiten, wie in anderen, vergleichbaren Städten.

Deshalb stellt sich die Junge Union Bonn-Zentral entschlossen gegen die Gefährdung der Zukunft der Bonner Bäderlandschaft und somit gegen die Sanierung des Kurfürstenbads.

Freiwilliges Engagement in Bonn unter freiem Himmel

Der Frühling ist da und das Wetter bietet zunehmend die Möglichkeit, sich im Freien zu engagieren. Viele Organisationen brauchen noch Unterstützung, zum Beispiel im Garten, für Flohmärkte und bei Informationsveranstaltungen, die draußen stattfinden. Auch handwerkliche Hilfe im Außengelände und Begleitung bei der Freizeitgestaltung wird gebraucht.

Wer Zeit hat und sich engagieren möchte, den unterstützt die Freiwilligenagentur der Stadt Bonn dabei, das Richtige zu finden. Kontakt unter Telefon 0228 – 77 48 48 (AB), per E-Mail unter freiwilligenagentur@bonn.de und im Internet unter www.freiwilligenagentur-bonn.de.

„R(h)einperspektiven“ im Zeitfenster im April

Das Stadtarchiv Bonn ist mit seiner Ausstellung: „R(h)einperspektiven. Fotografien von Volker Lannert“ im Rahmen der „Bonner Geschichten“ im Haus der Bildung zu Gast. Die Ausstellung ist in diesem Monat Thema des Zeitfensters. Der Ausstellungskatalog „R(h)einperspektiven.“ kann online über das Stadtarchiv Bonn bestellt werden. Außerdem ist er im Buchhandel erhältlich.

Viele der rund 60 Bilder des bekannten Bonner Fotografen Volker Lannert wurden bereits im Herbst 2016 im „Haus an der Redoute“ in Bad Godesberg ausgestellt – nun wurde die Ausstellung um einige „brandaktuelle“ Motive erweitert, die unter anderem die Sprengung des Bonn-Centers zum Thema haben. In eindrucksvoller Weise verdeutlicht Volker Lannert seine persönliche Sicht auf die Stadt Bonn, deren Entwicklung er in den letzten zehn Jahren mit der Digitalkamera festgehalten hat.

Den Ausstellungskatalog „R(h)einperspektiven.“ mit informativem Text sowie einer ausführlichen Biographie hat das Stadtarchiv Bonn herausgegeben. Er kann für zehn Euro online über www.bonn.de/@buchbestellung bezogen werden und ist zudem im Buchhandel erhältlich.

Die Fotoausstellung wird bis zum 4. Mai im Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, im Rahmen der VHS-Reihe „Bonner Geschichten“ auf den Etagen zwei und drei gezeigt. Sie kann kostenfrei zu den Öffnungszeiten – Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr – besichtigt werden.

Das Zeitfenster
Im Zeitfenster stellt das Stadtarchiv monatlich ein Stück aus seinen Beständen vor. Mittelalterliche Urkunden, Beispiele aus der Bildsammlung, Fotos, Grafiken, Akten und andere Dokumente sowie historische Bücher sind mit einer kurzen Erklärung versehen und werfen Schlaglichter auf die lange Geschichte der Stadt Bonn. Sie sollen neugierig machen und zu Forschungen im Stadtarchiv ermuntern. Das Zeitfenster öffnet sich unter www.bonn.de/@zeitfenster