Neue Möglichkeit zum Berufseinstieg im Rettungsdienst bei der Feuerwehr

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Neun junge Leute haben Anfang September ihre dreijährige Ausbildung zu Notfallsanitätern bei der Feuerwehr Bonn begonnen.

Neun junge Leute haben Anfang September ihre dreijährige Ausbildung zu Notfallsanitätern bei der Feuerwehr Bonn begonnen. Foto: Bundesstadt Bonn

Neun Auszubildende sind bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Bonn Anfang September 2017 in den Beruf gestartet. Ihre dreijährige Ausbildung zu Notfallsanitätern stellt ein Novum dar: Denn nach erfolgreichem Abschluss können die Rettungskräfte im Anschluss in die Feuerwehrlaufbahn einsteigen.

Dieses neue Ausbildungsmodell bietet damit die Möglichkeit, direkt nach dem Schulabschluss den Weg zur Einsatzkraft bei der Bonner Berufsfeuerwehr einzuschlagen. Bisher war für die Einstellung als Feuerwehrbeamte mindestens eine Ausbildung in einem handwerklichen oder für den Feuerwehrdienst dienlichen Beruf erforderlich.

Jochen Stein, der Leiter von Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn: „Mit dem neuen Ausbildungsmodell erhöht die Stadt Bonn als Träger des Rettungsdienstes die Attraktivität der Ausbildung zum Notfallsanitäter.“ Die neue Qualifikation wurde durch die Novellierung des Rettungsdienstgesetzes in NRW 2015 eingeführt und verändert auch die Anforderungen an die Besatzungen der Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge. „Wo bisher Rettungsassistenten die Verantwortung für den Patienten hatten, sind fortan die Notfallsanitäter in der Pflicht“, erklärt Stein. „Um die hohe Qualität in der medizinischen Versorgung zu halten, werden die vorhandenen Rettungsassistenten nachqualifiziert und zusätzliche Einsatzkräfte ausgebildet.“ Damit gewährleistet die Stadt Bonn, dass nach der gesetzlichen Übergangsfrist Ende 2017 die von der Berufsfeuerwehr Bonn besetzten Rettungsdienstfahrzeuge mit Notfallsanitätern ausrücken.

Die Ausbildung der ersten neun Notfallsanitäter-Azubis erfolgt in Kooperation mit der Landesschule Nordrhein des Deutschen Roten Kreuzes und gliedert sich in 1920 Stunden theoretische Ausbildung an der Rettungsdienstschule, 720 Stunden praktische Ausbildung in verschiedenen Abteilungen in einem Krankenhaus und 1960 Stunden praktische Ausbildung in einer Lehrrettungswache.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Notfallsanitäterausbildung steht den Auszubildenden die Übernahme in das Beamtenverhältnis in Aussicht. Bei persönlicher Eignung und Erfüllen insbesondere der beamtenrechtlichen Voraussetzungen werden die jungen Rettungskräfte in weiteren 18 Monaten an der Feuerwehrschule auf den Dienst als Berufsfeuerwehrleute vorbereitet. Eine erste wichtige Hürde haben die späteren Beamtenanwärter schon hinter sich: Bereits für die Notfallsanitäterausbildung haben sich die Bewerber den Aufgaben des sonst üblichen Feuerwehr-Einstellungstests stellen müssen. Sie können somit die Anforderungen an den späteren Einsatzdienst bei der Feuerwehr ableiten – eine Motivation, um sich auch schon in den folgenden drei Jahren fit zu halten.

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