- Details
-
Hauptkategorie: Nachrichten, Informationen aus Bonn und der Region
-
Kategorie: Infos der Bundesstadt Bonn
-
Erstellt am Samstag, 30. Juni 2012 10:45
Der Bonner OB Jürgen Nimptsch und seine Niederkassler Amtskollege Stephan Vehreschild weihen feierlich den "Brückenschlag" ein.
Passend mit einer Fährfahrt begann die feierliche Einweihung der neu gestalteten Ufer in Bonn und Niederkassel. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch holte heute (Samstag, 30. Juni) seinen Niederkasseler Amtskollegen Stephan Vehreschild ab, um auf Bonner Seite die Fertigstellung des "Brückenschlags" an der Mondorfer Fähre zu feiern. Beide Uferseiten sind in den vergangenen Monaten attraktiv neu angelegt worden. Das Besondere: Die Ufer spiegeln sich in Ausstattung und Gestaltung und sind das zentrale Projekt im groß angelegten Freiraumkonzept "Grünes C". Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und Stephan Vehreschild hießen zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft am Bonner Milchgasserweg willkommen. Neben der Regierungspräsidentin Gisela Walsken war auch der stellvertretende Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Rolf Bausch, der Einladung gefolgt.
Geschützter Freiraum gegen den Siedlungsdruck
"Natur und Erholungsräume auch über kommunale Grenzen hinweg zu schützen und für die Menschen attraktiv zu machen, ist eine wachsende Zukunftsaufgabe. Bei diesem Brückenschlag ist sie auf das Beste gelungen", sagt Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch. Das "Grüne C" bietet über die Grenzen von Kommunen hinweg einen geschützten Freiraum für Landschaft und Landwirtschaft gegen den wachsenden Siedlungsdruck.
Das direkte Umfeld des Fähranlegers, das Estermannufer bis zur Stadtgrenze nach Hersel sowie der Milchgasserweg bis zum Anschluss Auenweg, wurden neu gestaltet. Gleiches gilt für Niederkassel, wo neben der Infostation und der Beschilderung auch ein Spielplatz neu angelegt wurde. Der Niederkassler Bereich an der Mondorfer Fähre dient außerdem als zentrale Fläche zahlreicher großer Feierlichkeiten, wie zum Beispiel dem Mondorfer Strandfest auf der gesamten Fläche direkt am Rhein.
Attraktive Verweilmöglichkeiten am Rhein
Von der neuen Bonner Rheinterrasse und den Sitzmauern können Spaziergänger, Sportler oder Wanderer nun in Ruhe den Blick auf den Rhein genießen. Die Sitzmauern sind über Treppen miteinander verbunden und über seitliche Rampen auch barrierefrei erreichbar. Zusätzliche Bänke mit Rückenlehne und Drehliegen sowie eine Liege- und Picknickwiese laden zum Verweilen ein.
Auch eine Station mit umfangreichen Informationen zum Landschaftsraum gehört zum neu gestalteten Bereich. Der linksrheinische Ausgangspunkt des so genannten "Links", damit ist der das "Grüne C" verbindende Rad- und Fußweg gemeint, beginnt an der Mondorfer Fähre. Der Radweg setzt sich über Bornheim und Alfter sowie Niederkassel, Troisdorf und Sankt Augustin fort.
Die Pläne des Landschaftsarchitekten Stephan Lenzen von RMP Landschaftsarchitekten wurden von der Landschaftsbaufirma Karl Leisten umgesetzt. Mit den Plänen hatte sich das Büro in einem EU-weiten Wettbewerb – gemeinsam ausgeschrieben von der Stadt Bonn und der Stadt Niederkassel - durchgesetzt. Die Oberbauleitung lag beim Amt für Stadtgrün der Stadt Bonn. Alle Bauschritte erfolgten in einem engen Abstimmungsprozess mit Niederkassel. Baubeginn war im Januar 2011 (finale Fertigstellung April 2012). Insgesamt betrug das Investitionsvolumen 784 000 Euro, damit blieb das Projekt im gesetzten Kostenrahmen.
Das Niederkasseler Ufer wurde in zwei Bauabschnitten neu gestaltet. Formensprache, Material und Ausstattungselemente in Bonn und Niederkassel wurden analog gewählt, aber individuell an den Landschaftsraum angepasst. Baustart war im Juni 2010 sowie im August 2011. Investiert wurden insgesamt 2,18 Millionen Euro. "Eine gute Arbeit, für die ich allen Planungs- und Baubeteiligten sehr herzlich danke. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Brückenschlag ist nun komplett", lobt der Bonner Oberbürgermeister.
Hintergrund "Grünes C"
Das "Grüne C" ist ein gemeinsames Projekt von Bonn, Bornheim, Niederkassel, Sankt Augustin, Troisdorf und Alfter. Initiiert wurde es im Rahmen der Regionale 2010. Der Name ergibt sich aus der Form, die die Aneinanderreihung der einzelnen Naturräume ergibt. Die Verknüpfung dieser Gebiete wird durch den "Link" hergestellt. Er hat seinen Ursprung beiderseits des Rheines und verästelt sich dann nach Westen und Osten in das "Grüne C". Da der Rhein den Link trennt, wurde der Brückenschlag erforderlich. Dieser Brückenschlag verfestigt die regionale Zusammenarbeit der am "Grünen C" beteiligten Kommunen. Das Projekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit 20 Millionen Euro unterstützt.