Papieratlas 2011: Bonn glänzt mit Doppelsieg im Städtewettbewerb

Kategorie: Infos der Bundesstadt Bonn

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Preisverleihung Papieratlas 2011: Michael Söffke, der Essener Oberbürgermeister Reinhard Paß, der Bonner Umweltdezernent Rüdiger Wagner und Dr. Ulf Jaeckel (vlnr)
Berlin/Bonn - Beim diesjährigen Städtewettbewerb um höchste Recyclingpapierquoten wurde Bonn aufgrund erneuter Spitzenleistungen als Mehrfachsieger ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung in Berlin nahm Rüdiger Wagner, Umweltdezernent der Stadt Bonn, die Auszeichnung entgegen. Gemeinsam mit Essen gehört Bonn zu den "Besten der Besten" und wird ab diesem Jahr in einer "Bestenliste" geführt, die Städte mit konstant höchsten Recyclingpapierquoten in besonderer Weise würdigt.

Bonn setzt in Verwaltung sowie in Schulen ausschließlich Recyclingpapier mit dem Blauen Engel ein und erreicht zum zweiten Mal den Spitzenplatz in der Wertung. Den Titel "Recyclingpapierfreundlichste Stadt" erhält Freiburg, die erstmals die 100-Prozent-Quote erreicht. Leipzig ist mit der höchsten Steigerungsrate "Aufsteiger des Jahres". Die Städte über 100 000 Einwohner haben insgesamt ihren Recyclingpapier-Anteil um weitere vier Prozent auf nunmehr rund 70 Prozent erhöht.

"Es freut uns, dass die Beteiligung der Großstädte mit über 80 Prozent erneut außergewöhnlich hoch war und bereits über die Hälfte aller kreisfreien Städte erstmalig an dem Wettbewerb teilnahm. Zugleich zeigt der Papieratlas eine positive Entwicklung auf: Immer mehr Städte stellen komplett auf Recyclingpapier um und nutzen damit maximale Einspareffekte bei Energie, Wasser und CO2-Emissionen", so Michael Söffge, Sprecher der Initiative Pro Recyclingpapier. "Bemerkenswert ist, dass Städte mit Spitzenleistungen in ihren Anstrengungen nicht nachlassen und mit weiteren Initiativen auch andere Städte und Einrichtungen als Vorbild motivieren."

In Bonn beträgt der Anteil an Recyclingpapier in der Verwaltung 13,7 Millionen Blatt bei einem Gesamtverbrauch an Büropapier von 13,7 Millionen Blatt. Insgesamt hat Bonn durch die Verwendung von Recyclingpapier eine Einsparung von rund 5,5 Millionen Liter Wasser, rund 1,14 Millionen Kilowattstunden an Energie sowie über 30 000 Kilogramm CO2 bewirkt. Die eingesparte Menge Wasser deckt den täglichen Wasserverbrauch von knapp 44 247 Bundesbürgern. Mit der eingesparten Menge an Strom können rund 300 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang versorgt werden.

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen, Schirmherr des Wettbewerbs, begrüßt das Papieratlas-Projekt ausdrücklich: "Der Papieratlas motiviert zur Umstellung auf Recyclingpapier und unterstützt Städte bei der Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffungspolitik. Zudem ist Recyclingpapier seit Jahren Symbol für Ressourceneffizienz und Musterbeispiel für ökologisch-nachhaltiges Wirtschaften."

In Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, dem Deutschen Städtetag und dem Umweltbundesamt führte die Initiative Pro Recyclingpapier zum vierten Mal die bundesweite Erhebung für den Papieratlas durch. "Ich bin überzeugt, dass mit der Verbreitung des Papieratlas immer mehr Menschen an einer Trendwende zu einem nachhaltigen Papierkonsum mitwirken und die Siegerstädte Ansporn sind, dem gutem Beispiel zu folgen", so Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes.

Der Papieratlas beinhaltet die Angaben von 88 Großstädten und kreisfreien Städten zum Papierverbrauch, den Einsatzquoten für Recyclingpapier mit entsprechenden ökologischen Einspareffekten. Weitere Informationen und die Ergebnisse der Erhebung unter www.papieratlas.de.