In Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis heulen am 7. April die Warnsirenen zur Probe

In Bonn und im werden am Samstag, 7. April 2018, zwischen 12 und 12.30 Uhr die Warnsirenen heulen. Zusammen mit anderen Kommunen in der Region beteiligen sich Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis an einem Probealarm für die Warnsirenen. Auch über die Warn-App NINA wird eine Testmeldung versendet.

Zwischen 12 Uhr und 12.30 Uhr wird in der gesamten Region das Sirenensignal zur Warnung der Bevölkerung vor Gefahren ausgelöst: Hierbei handelt es sich um einen auf- und abschwellenden, ununterbrochenen Heulton, der die Bevölkerung zunächst allgemein auf eine Gefahrenlage hinweisen soll.

So soll man sich beim Sirenensignal im Ernstfall verhalten:

  • Radio einschalten und auf Durchsagen achten! Radio Bonn/Rhein-Sieg (je nach Empfangsort: 91,2; 94,2; 97,8; 99,9; 104,2; 107,9 Mhz) WDR 2 (100,4 Mhz)
  • Geschlossene Räume aufsuchen!
  • Fenster und Türen schließen! Klimaanlagen abschalten!
  • Nachbarn unterrichten!
  • Auch auf eventuelle Lautsprecherdurchsagen von Feuerwehr oder Polizei achten!
  • Nach Möglichkeit nicht telefonieren!
  • Die Notrufnummern 110 und 112 nur bei wirklichen Notfällen anrufen!

Informationen zur Gefahrenlage

Nähere Informationen zur Gefahrenlage und Verhaltenshinweise erhalten die Bürger im Nachgang zur Sirenenalarmierung fortlaufend und so zeitnah wie möglich über folgende Informationskanäle:

Bürger-/Infotelefon: Leitstelle Feuerwehr Bonn: 0228 – 71 75, das Internet: www.bonn.de (spezielles Warnfenster bei Gefahrenlage sowie im weiteren Verlauf Facebook und Twitter) und www.rhein-sieg-kreis.de (unter „Bürgerservice“ bei Suche „Sirenen“ eingeben). Außerdem über die Radiosender: Radio-Direkt-Durchsagemöglichkeit der Feuerwehr in das Programm von Radio Bonn/Rhein-Sieg, Folgeberichterstattung der Redaktion, im weiteren Verlauf mitunter auch weitere Radio- und Fernsehsender.

Die Leitstellen der Feuerwehren und Rettungsdienste sowie der Polizei sind bei größeren Gefahrenlagen stark belastet und zur Erfüllung ihrer Aufgaben dringend auf freie Telefonverbindungen angewiesen. Deshalb sollte man nur telefonieren, wenn dies unbedingt notwendig ist. Insbesondere die Notrufleitungen 112 und 110 müssen frei bleiben, so dass dringliche, lebensbedrohliche Notfälle gemeldet werden können. Diese Notrufnummern dürfen keinesfalls für Nachfragen und allgemeine Informationsanfragen genutzt werden.

Mit der Übung wird zum einen überprüft, ob alle Warnsirenen einwandfrei funktionieren. Zum anderen sollen die Bürgerinnen und Bürger an die Bedeutung der üblichen Sirenen-Signale erinnert werden.

Warnung der Bevölkerung in realen Einsatzszenarien

Bei realen Einsätzen in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass der Warnsirenenton und die Bedeutung bei einer großen Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern nicht bekannt sind.

In Bonn werden die Sirenen ausschließlich zur Warnung der Bevölkerung im Gefahrenfall genutzt. In einigen Städten und Gemeinden der Region (z.B. in Teilen des Rhein-Sieg-Kreises) dienen die Sirenen auch zur Alarmierung der Feuerwehr. Hierzu wird das hierfür vorgesehene Signal „Feueralarm“ ausgelöst. Dabei handelt es sich um einen konstanten Heulton mit der Dauer von einer Minute, der zweimal unterbrochen wird.

Informationen zum Warnsystem in Bonn finden sich hier: www.bonn.de/@warnsystem.

Stadt erneuert weitere Sirenen

Die Stadt Bonn betreibt derzeit ein Programm zur Verbesserung und Modernisierung des Warnsystems im Stadtgebiet. Aus städtischen Mitteln werden sukzessive neue stationäre elektronische Hochleistungssirenen auf Gebäuden erstellt.

Mobile Warnanlagen in Bonn werden auch getestet

Gleichzeitig mit dem Sirenenprobealarm erproben die Feuerwehreinheiten in der Stadt Bonn die neuen mobilen Warnanlagen. Diese stehen jeder Einheit der Feuerwehr Bonn zur Verfügung und können sehr schnell zum Einsatz gebracht werden. Im Ereignisfall können hierüber gezielte Informationen an die Bürger übermittelt werden.


Linktipp: NINA – Die Warn-App des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz)

Die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) warnt Sie deutschlandweit vor Gefahren, auf Wunsch auch für Ihren aktuellen Standort. Die App wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereitgestellt.

Technischer Ausgangspunkt für NINA ist das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS). Dieses wird vom BBK für bundesweite Warnungen des Zivilschutzes betrieben. Seit 2013 können auch alle Lagezentren der Länder und viele bereits angeschlossenen Leitstellen von Städten und Kommunen das Warnsystem nutzen (http://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warnung/Warnung.html).

Hinweis: nicht überall sind auch Warnmeldungen zu lokalen Ereignissen erhältlich. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Landkreis oder Ihrer Stadt, welche Möglichkeiten zur Warnung der Bevölkerung dort eingesetzt werden.

Mit NINA erhalten Sie:

• Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes mit Handlungsempfehlungen
• Wetterwarnungen des DWD (deutschlandweit für alle Landkreis und Städte)
• Hochwasserinformationen (deutschlandweit auf Bundeslandebene)
• allgemeine Notfalltipps, damit Sie sich und andere vor möglichen Gefahren schützen können.

Mit NINA können Sie Orte auswählen, für die Sie Warnmeldungen erhalten möchten. Diese werden in der Übersicht „Meine Orte“ angezeigt. Im Einstellungsmenü können Sie festlegen, bei welcher Warnstufe Sie per Push-Benachrichtigung informiert werden sollen. Optional können Sie auch Warnmeldungen für Ihren aktuellen Standort erhalten. Dabei werden keine Standortdaten auf unseren Servern gespeichert. Bitte beachten Sie: Um standortbezogene Warnungen korrekt darstellen zu können, muss NINA Ihren Standort bestimmen können. Bei schlechtem Empfang kann es zu fehlerhaften Anzeigen kommen.

Das Gefahrengebiet einer Warnmeldung kann in der Kartenansicht angezeigt werden. Die Hochwasserinformationen werden aktuell nur auf Bundeslandebene herausgegeben. In der Karte werden alle vorliegenden Warnmeldungen angezeigt, auch wenn Sie den Ort nicht ausgewählt haben.

Die Notfalltipps enthalten Empfehlungen zu Themen wie Hochwasser, Unwetter, Stromausfall, Feuer und besondere Gefahrenlagen. Informieren Sie sich, wie Sie sich auf solche Ereignisse vorbereiten können. Ebenso finden Sie Verhaltenshinweise für den Fall, dass Sie von einem Ereignis betroffen sind. Mit den praktischen Checklisten können Sie gleich loslegen.

Kostenloser Download der NINA Warn App

Hinweise zu den Berechtigungen in der App:

SD-Karteninhalte lesen und ändern: Die App verfügt über einen Offline-Modus, um auch bei mangelnder Internetverbindung (nach dem erstmaligen Download) Zugriff auf die Notfalltipps und bereits vorhandene Warnungen und Informationen zu ermöglichen. Dazu ist es erforderlich, die Offline-Inhalte im Dateisystem anzulegen. Die App liest keinerlei weitere Daten von Ihrem Gerät aus.

Eigener Standort: Warnmeldungen für Ihren aktuellen Standort sind nur bei Nutzung von GPS, WLAN und anderen Geolokalisierungsdiensten möglich. Haben Sie diese Dienste auf Ihrem Gerät deaktiviert, können Sie keine standortbezogenen Warnmeldungen erhalten.

Sie haben Fragen zur Warn-App NINA oder möchten uns Ihr Feedback geben? Dann wenden Sie sich bitte an nina@bbk.bund.de. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter http://www.bbk.bund.de/NINA.

Wichtig:
Warnungen und Informationen können Sie nur mit einer Datenverbindung (per WLAN oder mobil) empfangen. Verfügt Ihr Gerät über keine Datenverbindung, wird der letzte auf dem Gerät gespeicherte Stand angezeigt.