Lebensmelodien – Eine Hommage an Clara und Robert Schumann

Bonner Schumannfest feiert 200. Geburtstag der Komponistin

Lebensmelodien – Eine Hommage an Clara und Robert Schumann
Lebensmelodien – Eine Hommage an Clara und Robert Schumann

Ganz im Zeichen des 200. Geburtstags von Clara Schumann steht in diesem Jahr das 22. Bonner Schumannfest vom 1. bis 16. Juni 2019. Die 16 Veranstaltungen stehen unter dem Motto „Geliebte Clara“.
Künstlerinnen spielen Werke Schumanns
Beim eröffnenden Liederabend am Samstag, 1. Juni, um 20 Uhr werden im Theater im Ballsaal Werke von Clara Schumann zu hören sein. Außerdem haben der finnische Bariton Arttu Kataja und die finnische Pianistin Pauliina Tukiainen, künstlerische Beraterin in Sachen Lied beim Schumannfest, Lieder von Robert Schumann und Johannes Brahms auf ihrem Programm. Der zweite Liederabend am Samstag, 7. Juni, im Schumannhaus setzt den Schwerpunkt auf das Schaffen der Komponistin und anderer Künstlerinnen: Vier junge, vielfach ausgezeichnete Künstlerinnen, die Sängerinnen Samantha Gaul und Sofia Vinnik sowie die Pianistinnen Victoria Guerrero und Rebeka Stojkoska, gratulieren Clara Schumann zum 200. Geburtstag.
Auch die drei Klavierabende des Festivals sind in diesem Jahr in weiblichen Händen. Den Anfang macht am Montag, 3. Juni, im Theater im Ballsaal die lettische Pianistin Aurelia Shimkus, die 2016 mit einem Echo-Klassik als Nachwuchskünstlerin ausgezeichnet wurde. Das traditionelle Konzert zum Geburtstag von Robert Schumann spielt am Sonntag, 8. Juni, im Schumannhaus die gefeierte, junge deutsche Pianistin Katharina Treutler mit Werken von Robert und Clara Schumann sowie von Schubert und Liszt.
Schirmherr des Festivals ist Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle. Im Gremiensaal der Deutschen Welle findet am Samstag, 15. Juni, das Abschlusskonzert des Schumannfests statt: Die deutsch-griechische Pianistin Danae Dörken, in vielen nationalen und internationalen Wettbewerben erfolgreich, spielt Werke von Robert und Clara Schumann sowie von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Frederic Chopin.

Zwei Abende für den 200. Geburtstag
Zwei Abende im Programm sind speziell für das Bonner Schumannfest und den 200. Geburtstag von Clara Schumann konzipiert. Die vielfach ausgezeichnete Geigerin Liv Migdal und ihre Schwester, die Schauspielerin Nadia Migdal, stellen am Dienstag, 11. Juni, im Theater im Ballsaal im Dialog von Wort und Musik Werke von Dichterinnen und Komponistinnen vor.
Beim Jazzabend des Festivals am Mittwoch, 12. Juni, im Schumannhaus geht es um große Pianistinnen und Komponistinnen des Jazz: Die dänische Jazzsängerin Mette Nadja Hansen und der Jazzpianist und gebürtige Bonner Johannes von Ballestrem begeben sich auf eine musikalische Entdeckungsreise.
Eines der Hauptwerke von Clara Schumann, ihr Klaviertrio in g-Moll, ist am Freitag, 14. Juni, im Theater im Ballsaal zu hören. Interpretiert wird es vom jungen britischen Busch-Trio. Trios von Mozart und Schubert komplettieren das Programm.

Musical-, Theater- und Filmvorführungen
Viel Raum gibt das Schumannfest in 2019 den jungen Mitwirkenden, beispielsweise mit dem Musical „Clara“, das Schülerinnen und Schüler des Clara-Schumann-Gymnasiums am Sonntag, 2. Juni, im Theater im Ballsaal aufführen. Dazu kommt ein Orchesterkonzert des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums am Donnerstag, 13. Juni, in der Aula der Bonner Universität und mit dem Gesangswettbewerb „Zeig was du kannst“, dessen Finale am Sonntag, 16. Juni, im Haus der Springmaus stattfindet.
An zwei Festival-Abenden, Donnerstag und Freitag, 6. und 7. Juni, ist eine Produktion des Fringe-Ensembles im Theater im Ballsaal zu sehen: „Clara“, ein Theaterstück der Regisseurin Marlin de Haan. Den heiteren Kontrapunkt setzen am Mittwoch, 5. Juni, im Haus der Springmaus die Pianistinnen Jennifer Rüth und Ming, die als „Queenz of Piano“ ein musikalisch-akrobatisch-kabarettistisches Gesamtkunstwerk versprechen.
Auch in diesem Jahr ist das Filmprogramm im Rex-Kino ein prägendes Element des Schumannfests. Zwei Filme drehen sich natürlich um Robert und Clara Schumann: Am Sonntag, 2. Juni, „Geliebte Clara“ von Helma Sanders-Brahms mit Martina Gedeck und am Mittwoch, 5. Juni, „Träumerei“, der älteste bekannte Schumann-Film aus dem Jahr 1943 mit Hilde Krahl und Mathias Wieman. Passend zum Gesangswettbewerb des Festivals steht am Freitag, 14. Juni, der amerikanische Spielfilm „Der Chor – Stimmen des Herzens“ mit Dustin Hoffman auf dem Programm.

Clara Schumann
Clara Schumann

Sonderkonzert des Beethovenfestes
Einen besonderen Akzent zum 200. Geburtstag vom Clara Schumann setzt das Beethovenfest mit einem Sonderkonzert am 13. September, dem exakten Geburtstagsdatum, im World Conference Center Bonn. Bei der gemeinsamen Veranstaltung mit dem Bonner Schumannfest stehen die beiden Klavierkonzerte von Clara und Robert Schumann im Mittelpunkt; dazu gibt es Beethovens Ouvertüre Nr. 1 zu „Fidelio“ und die Uraufführung eines Werks der polnisch-schweizerischen Komponistin Bettina Skrzypczak. Die solistischen Parts übernehmen Jamina Gerl und Fabian Müller, es spielt die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz unter Leitung von Gerrit Prießnitz. Weitere Infos zum Sonderkonzert gibt es auf www.beethovenfest.de.

Bonner Schumannfest
www.bonner-schumannfest.de