„Berufliche Bildung 4.0“ – Digitalisierung ist Motor der Entwicklungszusammenarbeit

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Werkstattgespräche zur Bedeutung der Digitalisierung für Berufliche Bildung in Schwellen- und Entwicklungsländern

Bonn, 12. März 2018 – Ob und wie der digitale Wandel auch die Berufliche Bildung in Schwellen- und Entwicklungsländern tiefgreifend verändern kann, dazu diskutierten am Freitag, 9. März 2018 bei den Werkstattgesprächen zur Beruflichen Bildung auf dem Don Bosco Campus rund 90 nationale und internationale Teilnehmer aus Unternehmen, Entwicklungsorganisationen, Verbänden und Institutionen.

In ihrer Begrüßung forderte Dr. Susanne Nonnen, Geschäftsführerin des Senior Experten Service, dass durch die Digitalisierung die Schere zwischen Arm und Reich nicht größer werden dürfe. „Industrie 4.0 braucht Berufliche Bildung 4.0. Konkret heißt das: Neue Technologien bedingen neue Berufsbilder, neue Ausbildungsinhalte sind die Konsequenz und damit dies funktionieren kann, müssen sich auch die Ausbilder verändern“, so die Sprecherin des Fachbeirats Berufliche Bildung bei Don Bosco Mondo.

Martin J. Wilde (Geschäftsführer Don Bosco Mondo), Dr. Susanne Franke und Roland Strux (Kompetenzteam Berufliche Bildung Don Bosco Mondo) und Dr. Susanne Nonnen (Geschäftsführerin Senior Experten Service und Sprecherin des Fachbeirats Berufliche Bildung) diskutierten mit den Teilnehmern zu Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Berufliche Bildung.

Martin J. Wilde (Geschäftsführer Don Bosco Mondo), Dr. Susanne Franke und Roland Strux (Kompetenzteam Berufliche Bildung Don Bosco Mondo) und Dr. Susanne Nonnen (Geschäftsführerin Senior Experten Service und Sprecherin des Fachbeirats Berufliche Bildung) diskutierten mit den Teilnehmern zu Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Berufliche Bildung.

Einigkeit bestand darin, dass der digitale Wandel und die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt einen erheblichen Einfluss auf die Berufliche Bildung haben werden. Technologien spielen im Alltag eine elementare Rolle und werden auch zu zentralen Faktoren in der Aus- und Weiterbildung: So ergänzen Webinare die Ausbildung vor Ort oder lösen Simulationen das reale Hantieren mit Geräten weitgehend ab. Automatisierung, IT Sourcing oder Plattformökonomie bergen immenses Potential, stellen die Akteure aber auch vor große Herausforderungen.

Dabei sehen sich die Beteiligten in der Entwicklungszusammenarbeit zunehmend in der Verantwortung, gemeinsam mit den lokalen Partnern stärker zu agieren, Bildung zu modernisieren, statt auf die weltweiten Entwicklungen schlicht zu reagieren. Noch sind viele digitale Projekte in der Zusammenarbeit mit Schwellen- und Entwicklungsländern nicht miteinander verzahnt, es fehlt oft der programmatische Ansatz.
„Die Chancen der Digitalisierung in der Arbeitswelt sind gerade für die Entwicklungsländer enorm: Wir können dank der Technik viel mehr Jugendliche erreichen, gerade in abgelegenen, ländlichen Gebieten. Und wir können dabei die digitalen Fähigkeiten der Jugendlichen, die mit Apps oder Simulationsprogrammen ganz natürlich umgehen, hervorragend nutzen. Aber dafür braucht es strategische, aufeinander abgestimmte Programme. Das sehen wir von Don Bosco Mondo gemeinsam mit unseren Partnern als dringliche Aufgabe“, fasste Martin J. Wilde, Geschäftsführer von Don Bosco Mondo, in seinem Schlusswort zusammen.

Unter www.don-bosco-mondo.de/Werkstattgespraeche2018 finden Interessierte weitere Informationen zur Veranstaltung sowie ausführliche Dokumentationen der Workshops.

Hintergrund „Werkstattgespräche zur Beruflichen Bildung“:

Bereits seit 2010 lädt Don Bosco Mondo e.V. zu den Werkstattgesprächen zur Beruflichen Bildung ein. Die Bonner Nichtregierungsorganisation ist führend in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit den verschiedensten Akteuren der Berufsbildung weltweit. Im Bonner Süden treffen sich so jährlich nationale und internationale Experten der Entwicklungszusammenarbeit, der Beruflichen Bildung und Wirtschaftsvertreter zu Diskussion und fachlichem Austausch. Die Fachveranstaltung findet rund um den 19. März statt, dem Josefstag als Gedenktag an den Hl. Josef, dem Schutzpatron der Handwerker.

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