Baskets gewinnen Krimi gegen Würzburg

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Hauchdünner 78:75-Erfolg / Mittwoch kommt Kyle Weems mit Besiktas Istanbul

Am 9. Spieltag der easyCredit BBL-Saison 2017/2018 haben die Telekom Baskets Bonn einen umkämpften 78:75 (22:18, 9:14, 16:19, 31:24)-Erfolg eingefahren. Gegen s.Oliver Würzburg brauchte es starke Vorstellungen von Rookie Malcolm Hill (11 Punkte) sowie TJ DiLeo (Karrierebestwert: 20 Punkte).

Kurz und knapp

Auf dem Weg zum Sieg trafen die Telekom Baskets Bonn starke 63 Prozent ihrer Dreipunktewürfe (12/19) und erzielten somit genauso viele Treffer, wie von der Freiwurflinie (12/19). Das Spiel war bis auf die frühe 11:0-Führung in der vierten Minute stets eng umkämpft. Zehn Mal wechselte die Führung, gleich fünf Mal war die Partie ausgeglichen. Die Entscheidung fiel erst in den Schlusssekunden, als Würzburgs Nationalspieler Robin Benzing wichtige Punkte an der Freiwurflinie liegen ließ und den finalen Wurf zum Ausgleich auf den Ring setzte.

Stimmen

Predrag Krunic (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Es war ein sehr intensives Spiel, bei dem beide Mannschaften defensiv unheimlich viel investiert haben. Wir konnten unseren guten Start nicht dazu nutzen, uns deutlicher abzusetzen, sondern haben uns stattdessen vor allem in der zweiten Hälfte zu viele einfache Fehler geleistet. Der heutige Sieg war ein Geschenk für die Arbeit im Training nach dem Nanterre-Spiel.“

Konstantin Klein (#7 Telekom Baskets Bonn):

„Wir sind gut aus den Startblöcken gekommen und haben ordentlich verteidigt – das war uns wichtig. Allerdings hat Würzburg danach auch gezeigt, was sie in den ersten Wochen der Saison so stark gemacht hat. Auf diesem Spiel können wir aufbauen.“

Dirk Bauermann (Trainer s.Oliver Würzburg):

„Meine Mannschaft hat sich in den ersten Minuten von der im Telekom Dome immer tollen Stimmung anstecken lassen. Umso froher bin ich, dass wir uns nach unserem Fehlstart zurückgekämpft haben und den Ausgang des Spiels selbst in der Hand hatten. Trotz der Niederlage können wir viel aus dieser Partie mitnehmen, um uns kommendes Wochenende hoffentlich mit einem Sieg in die Länderspielpause zu verabschieden.“

Leon Kratzer (#8 s.Oliver Würzburg):

„Defensiv haben wir bis auf die ersten Minuten immer unser Ding gemacht, was dann schließlich auch dazu geführt hat, dass wir die Partie zwischenzeitlich drehen konnten. Allerdings haben wir nicht mehr den Schalter umgelegt bekommen, um den ansonsten eher schwachen Werfern wie TJ DiLeo oder Yorman Polas Bartolo enger auf den Füßen zu stehen.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Curry (2), Klein (2), Djurisic (8/2 Dreier, 7 Rebounds), Gamble (13), Jasinski (dnp), DiLeo (20/4, 5 Assists), Breunig (0), Polas Bartolo (10/3), Mayo (12/2), Hill (11/1), Möller (dnp)

s.Oliver Würzburg:

Gaddy (15/1), Kratzer (6), Stuckey (4), Loncar (3/1), Anderson (6), Olisevicius (0), Lipkevicius (3/1), Benzing (21/2), Hammonds (11/3), Hoffmann (dnp), Mangold (dnp), Duggins (6)

Bilanz

Bonn vs. Würzburg

Siege:              19 (BBL: 19)
Niederlagen:    7 (BBL: 6, Pokal: 1)
in Bonn:           10 Siege, 3 Niederlagen
in Würzburg:    9 Siege, 4 Niederlagen

 

Der Spielverlauf

Zwei Minuten lang tasteten sich beide Mannschaften ab, dann schalteten die Baskets in den Vorwärtsgang: Während in der Verteidigung den Gästen aus Würzburg vier Minuten lang kein Korb gestattet wurde, schickte Bonn im Angriff gleich drei Dreipunktewürfe durch die Reuse und ging durch einen Korbleger von Julian Gamble mit 11:0 in Führung (4. Minute). Das Händchen und die zweistellige Führung blieb auch nach einer frühen Würzburger Auszeit sicher, als sich Yorman Polas Bartolo in der Defense einen Ball erkämpfte und Gamble im Fastbreak einfache Punkte erzielte (18:7, 7. Minute). Würzburg steigerte die Intensität, passte in der Defense nun besser auf und kämpfte sich mit einem 11:4-Lauf bis zum 22:18-Viertelende zurück in die Partie.

Trafen die Baskets im ersten Spielabschnitt noch starke 64 Prozent ihrer Würfe, rutschte die Trefferquote im zweiten Viertel rapide ab (18 Prozent). Stattdessen schienen nun die Franken ihren Rhythmus im Angriff gefunden zu haben und holten Punkt für Punkt auf. Als Nationalspieler Robin Benzing mit einem Dreier zum 26:25 (15. Minute) aufschloss, sah Baskets-Trainer Predrag Krunic Handlungsbedarf und nahm eine Auszeit. Doch die Wirkung blieb aus, Bonn hatte im Angriff den Faden verloren und geriet nach vier weiteren Punkten durch Benzing sogar in Rückstand 28:32 (18. Minute). TJ DiLeo verkürzte per Distanzwurf zum 31:32-Halbzeitstand.

Nach der Pause legte DiLeo direkt von jenseits der 6.75 Meter nach und auch Kapitän Josh Mayo traf aus der Distanz (37:34, 22. Minute). Die Führung wechselte nun in fast jedem Angriff. Julian Gamble hatte jetzt seine beste Phase im Spiel und erzielte sechs Punkte in Serie, darunter ein schön herausgespielter Alley-Oop-Dunk (43:41, 25. Minute)! Als Yorman Polas Bartolo beim Stand von 47:43 nach einem Ballgewinn von Kresimir Loncar mit einem Unsportlichen Foul gestoppt wurde, hatten die Baskets die Chance, die Führung weiter auszubauen. Doch der Deutsch-Kubaner vergab beide Freiwürfe und vertendelte auch den anschließenden Ballbesitz. Stattdessen beendeten die Gäste die Halbzeit mit einem 8:0-Lauf und nahmen eine 47:51-Führung mit ins Schlussviertel.

Dort profitierten die Baskets erneut von einem als „unsportlich“ gewerteten Foul. Der gefoulte Konstantin Klein versenkte zwar nur einen von zwei Freiwürfen, Rookie Malcolm Hill nutzte den anschließenden Ballbesitz jedoch, um aus der Distanz zu treffen. Als Hill kurz danach den Ball stahl und per Korbleger nachlegte, war der mit 5.320 Fans gut gefühlte Telekom Dome erneut auf Betriebstemperatur (55:51, 32. Minute). Würzburg ließ sich jedoch nicht abschütteln und glich in der 37. Minute durch Leon Kratzer aus (64:64). Aufbauspieler DiLeo, der mit 20 Punkten ein neue persönliche Bestleistung aufstellte, traf seinen vierten erfolgreichen Dreier und zwang die Gäste kurz darauf zur Auszeit, als er per Korbleger auf 71:65 erhöhte (38. Minute).

Doch anstatt sich geschlagen zu geben, erhöhten die Mainstädter den Druck in der Defense und zwangen die Baskets so zu mehreren schlechten Würfen. 37 Sekunden vor Schluss verkürzte Benzing (21 Punkte), auf 71:70 (40. Minute). Als im Gegenzug Yorman Polas Bartolo seinen dritten Distanzwurf traf und Mayo von der Freiwurflinie nachlegte, schienen sie das Spiel für ihre Farben entschieden zu haben (76:71, 16,7 Sekunden zu spielen). Aber die Mannschaft des ehemaligen Bundestrainers Dirk Bauermann punktete schnell (76:73), erzwang danach einen Ballverlust, und erspielte sich nach einem Foul an Robin Benzing, der sich laut den Unparteiischen in der Wurfbewegung zum Dreier befand, 5,6 Sekunden vor dem Schlusspfiff die Chance auf den Ausgleich. Doch dem Topscorer der easyCredit Basketball Bundesliga versagten die Nerven und er traf nur zwei von drei Freiwürfen (76:75, 40. Minute). Nachdem sich im Gegenzug Mayo keine Blöße von der Freiwurflinie gab, hatten Benzing erneut den Ausgleich auf der Hand, scheiterte aber in den verbliebenden 3,8 Sekunden aus der Distanz.

Der Blick in die Zukunft

Nach der Partie gegen Würzburg stehen für die Telekom Baskets Bonn zwei weitere schwere Auftritte vor heimischem Publikum an. In der Basketball Champions League gibt es ein Wiedersehen mit Kyle Weems (Istanbul), in der Bundesliga mit Dreierspezialist Steve Wachalski (Bayreuth).

 

Die nächsten Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

Mi. 15. November 2017 – 20:00 Uhr – Basketball Champions League

Telekom Baskets Bonn vs. Besiktas Istanbul

So. 19. November 2017 – 15:00 Uhr – easyCredit BBL

Telekom Baskets Bonn vs. medi bayreuth

Tickets für die Heimspiele der Telekom Baskets Bonn gibt es hier

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