Außenstelle des neuen Fernstraßenbundesamtes soll nach Bonn kommen

Bonn soll einer der Standorte der Außenstellen des künftigen Fernstraßenbundesamtes werden. Das hat Landesverkehrsminister Hendrik Wüst Oberbürgermeister Ashok Sridharan übermittelt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hatte bei der Tagung der Verkehrsminister des Bundes und der Länder am Freitag, 20. April, in Nürnberg das Standortkonzept für die geplante Infrastrukturgesellschaft (IGA) und das Fernstraßenbundesamt vorgestellt. Beide Institutionen sollen zum 1. Januar 2021 ihre Arbeit aufnehmen.

„Eine gute Nachricht aus Berlin, für die ich allen, die an der Entscheidung mitgewirkt haben, danke“, so Oberbürgermeister Sridharan. „Das stärkt den Standort Bonn als zweites politisches Zentrum der Bundesrepublik mit dem zweiten Dienstsitz des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Und Bonn kann natürlich als herausragender Wissenschaftsstandort punkten.“ Eines der Kriterien, nach denen die Standorte ausgesucht wurden, sind Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen, dank derer eine „hohe Attraktivität für die Einwerbung von Fachkräften im Bereich Planfeststellung sowie im technischen Bereich“ gegeben sei, wie es in einer Pressemeldung des Ministeriums heißt.

Die Einrichtung der beiden neuen Behörden ist aus Sicht der Bundesregierung der nächste wichtige Schritt hin zur Neuordnung der Bundesfernstraßenverwaltung. Ein Gesetz sieht vor, dass der Bund ab 2021 die Verantwortung für die Bundesautobahnen übernimmt, es bestimmt als Sitz der IGA Berlin; außerdem soll es zehn regionale Niederlassungen geben. Den Standort des Fernstraßenbundesamtes muss das Kabinett noch festlegen. Neben dem Hauptsitz sind bis zu vier weitere Außenstellen vorgesehen. Zum Ende des ersten Halbjahres 2018 sollen weitere Details erarbeitet sein.