Absage für CCC-Kongress: Eine vertane Chance für den IT-Standort Bonn

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Der Chaos Computer Club suchte in diesem Jahr einen neuen Standort für die mittlerweile größte IT-Sicherheits-Konferenz der Welt, die bislang im Hamburger Konferenzzentrum stattgefunden hatte. Dieses wird in diesem Jahr umgebaut und die Hacker suchten deshalb ein neues Zuhause für den zwischen Weihnachten und Neujahr stattfindenden „Chaos Communication Congress“. Aus dem Umfeld des CCC (Chaos Computer Club) wurde nun bekannt, der CCC habe sich auch um das Bonner WCCB als Austragungsort beworben, erhielt aber vom WCCB-Management eine Absage.

Das Land NRW unterstützt die Digitalisierung der Kommunen alleine in Bonn mit 1,5 Millionen Euro im Rahmen des Digital Hub, an dem sich unter anderem die IHK-Bonn/Rhein-Sieg und namhafte IT-Unternehmen aus Bonn beteiligen. Mit dem Chaos Communication Congress hätte sich für die Stadt eine einzigartige Möglichkeit ergeben, sich als IT- und Technologie-Standort nachhaltig zu profilieren und zu etablieren. Zur Zeit beherbergt die Stadt Bonn das Cyber-Kommando der Bundeswehr, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und eine Außenstelle des Bundesnachrichtendienstes in Mehlem, die mittels Hochleistungscomputern Methoden zur Verschlüsselung entwickeln.

„Mit der Absage an den Chaos Computer Club ist nicht nur eine riesige Chance für den Technologiestandort Bonn vertan worden, es wurden erhebliche Umsätze für das WCCB verschenkt“, erklärt dazu Felix Kopinski, Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen im Rat der Stadt Bonn. „Der Chaos Communikation Congress hatte zuletzt regelmäßig fünfstellige Besucherzahlen. Es ist zu bezweifeln, dass das WCCB zwischen Weihnachten und Neujahr für Veranstaltungen ähnlicher Größe gebucht wurde. Wir lassen uns aber gerne eines besseren belehren und sind auf die Antwort der Verwaltung gespannt“, so Kopinski weiter.

Während die Stadtspitze um Oberbürgermeister Shridaran symbolische Schützenhilfe für den IT-Standort Bonn leistet und sich technologiefreundlich geriert, konterkariert das Management des WCCB-Konferenzzentrums die Entwicklung der Stadt als Technologiestandort. „Sollten sich unsere Befürchtungen bestätigen, wird das Konferenzzentrum WCCB nicht gemanaged, sondern verwaltet. Und dies mit viel zu wenig Sachverstand im Veranstaltungs- und Eventmanagement. Dementsprechend müssten notfalls auch personelle Konsequenzen gezogen werden, um die Weiterentwicklung des Konferenzstandorts Bonn nicht zu gefährden“, so Kopinski.

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